Mo, 23. Oktober 2017

Sie blufft sogar!

12.04.2017 10:27

KI gewinnt 270.000 Euro bei Poker-Turnier

Diese Programmierarbeit hat sich ausgezahlt: Zwei US-Forscher haben eine Künstliche Intelligenz (KI) erschaffen, die Poker spielt und sie in China bei einem Turnier gegen ein ganzes Team aus Ingenieuren, Geschäftsleuten und Informatikern antreten lassen. Das menschliche "Team Dragon" zog allerdings den Kürzeren, umgerechnet 270.000 Euro gingen an die KI-Schöpfer.

Die Geschlagenen sind keine Laien: "Team Dragon" um den Gewinner der World Series of Poker (5000 Dollar Buy-in, kein Limit, Texas Hold'em) Yue Du bestand aus sechs hochintelligenten Männern, die glaubten, ihre Kenntnisse der Informatik und Spieltheorie könnten ihnen einen Vorteil gegenüber der Künstlichen Intelligenz verschaffen, berichtet die britische TV-Anstalt BBC.

Doch es half alles nichts: Die Künstliche Intelligenz "Lenpudashi" versetzte ihren menschlichen Widersachern beim fünftägigen Show-Turnier in China eine vernichtende Niederlage. Ihre Schöpfer machte sie dagegen zu reichen Männern. 270.000 Euro Preisgeld gingen an die KI-Firma des US-Informatikprofessors Tuomas Sandholm und seines Doktoranden Noam Brown.

"Lenpudashi" kann sogar bluffen
Es ist nicht das erste Mal, dass eine KI Menschen beim Pokern schlägt. Eine frühere Version von "Lenpudashi" namens "Libratus" schlug schon im Jänner vier der weltbesten Poker-Spieler. Die neue Version soll nun noch besser sein und menschlichen Gegenspielern kaum eine Chance lassen. Selbst die wohl berühmteste Kunst beim Pokern, das Bluffen, beherrscht die KI.

Informatiker Brown: "Die Leute glauben, Bluffen sei etwas sehr menschliches. Wie sich herausgestellt hat, stimmt das aber nicht. Ein Computer kann aus der Erfahrung lernen, dass er mehr Geld gewinnt, wenn er bei einem schlechten Blatt blufft." "Team Dragon" wird das kaum ein Trost sein. Zumal es seinen Widersacher nicht einmal gesehen hat: "Lenpudashi" lief während des Turniers auf einem Supercomputer in den USA, die Poker-KI war beim Turnier also gar nicht vor Ort.

Dominik Erlinger
Redakteur
Dominik Erlinger
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