Sa, 16. Dezember 2017

Gefährliches Feuer

10.04.2017 19:37

Frau rettete Mann das Leben

Es waren dramatische Szenen, die sich in der Nacht zum Montag in einem Bauernhof in Wesenufer zugetragen haben. Ein 15 Jahre alter Röhrenfernseher war in der Wohnstube eines Pensionistenpaares implodiert. Der gehbehinderten Frau gelang es, ihren bettlägrigen Ehemann aus dem brennenden Raum zu schleppen.

Das Unglück war gegen 23.30 Uhr passiert. Der 67-jährige Altbauer Anton H. - er leidet an einer fortgeschrittenen Parkinsonerkrankung und ist seit längerer Zeit bettlägrig - lag vor dem Fernseher. Plötzlich implodierte das Gerät. "Der Fernseher ist neben dem Papa explodiert - dabei hat es auch die Fenster rausgedrückt", sagt Sohn Anton junior - siehe Interview. Die ebenfalls gehbehinderte Ehefrau Maria H. wuchs in Folge über sich hinaus.

Rauchgasvergiftungen
Der gebrechlichen 58-Jährigen gelang es, ihren Mann aus dem brennenden Zimmer zu schleppen und die Feuerwehr zu alarmieren. Geistesgegenwärtig schloss sie noch die Tür der Wohnstube hinter sich. So ist es ihr auch gelungen, zu verhindern, dass sich die Flammen rasch auch auf die anderen Räume ausbreiteten. Maria und Anton H. wurden mit nur leichten Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht.

"Mama ist über sich hinausgewachsen"
Sohn Anton H. junior (23) hätte seiner gebrechlichen Mutter nicht diese Kräfte zugetraut, die sie zur Lebensretterin des Vaters werden ließen.

Wie haben Sie vom Brand bei den Eltern erfahren?
Ich wohne auch im gleichen Haus und war gerade auf dem Heimweg, als die Feuerwehr mich am Telefon benachrichtigt hat. Mir ist  kurz gesagt worden, dass es bei uns brennt, Mama und Papa ins Spital müssen, sie  aber nicht in Lebensgefahr schweben.

Bei Ihrer Ankunft war bereits ein ganzes Großaufgebot an Feuerwehren vor Ort.
Es waren insgesamt neun Feuerwehren mit zahlreichen Einsatzkräften bei uns. Ich bin zunächst davon ausgegangen, dass das Haus lichterloh brennt.

Es war dann doch nur die Wohnstube betroffen.
Weil die Mama geistesgegenwärtig reagiert und alles richtig gemacht hat - hätte sie die Tür nicht hinter sich geschlossen, wäre vermutlich ein großer Teil des Hauses ausgebrannt. Auch die Feuerwehr hat super gearbeitet und eine 300-Meter-Wasserleitung über 50 Höhenmeter hinab bis zur Donau gelegt.

Wie ist es Ihrer gehbehinderten Mama gelungen, den bettlägerigen Vater in Sicherheit zu bringen?
Sie ist selbst schon ziemlich gebrechlich, hat offenbar in der Not aber Kräfte entwickelt, die man ihr nicht zutrauen würde. Sie hat den Papa rausgeschleppt.

Wie geht es Ihren Eltern mittlerweile?
Sie mussten die Nacht im Krankenhaus Grieskirchen bleiben. Die Mama ist jetzt wieder zu Hause, nervlich aber stark mitgenommen. Der Papa konnte noch nicht heim.

Interview: Jürgen Pachner

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