Mo, 11. Dezember 2017

Champions League

10.04.2017 19:03

Carlo Ancelotti kann auch den Ronaldo-Code knacken

Der Bayern-Trainer ist vor dem Viertelfinal-Hinspiel gegen seinen Ex-Klub Real Madrid optimistisch. Kein anderer weiß so viel über die Königlichen wie der smarte Italiener.

Carlo Ancelotti ist der einzige Trainer, der die Champions League schon dreimal gewann. 2003 und 2007 mit Milan, 2014 mit Real Madrid. Mittwoch trifft er mit Bayern München auf seinen  Ex-Klub. "Krone"-Kolumnist Herbert Prohaska hält Ancelottis Menschlichkeit für den größten Trumpf. In München lieben alle Carlo. Vorstandsboss Karlheinz Rummenigge betont: "Mir gefällt, mit welcher Ruhe und Selbstverständlichkeit er arbeitet. Er denkt schon lange an das Duell mit Real, will unbedingt siegen."

Ancelotti selbst sagt: "Ich kenne Real natürlich sehr gut. Wir haben Vertrauen in uns, wir wollen diese Champions League gewinnen." 16 der heutigen Spieler waren schon in seiner Amtszeit bei den "Königlichen". Die "Maschine" Ronaldo hatte unter keinem anderen Coach eine bessere Bilanz (112 Tore und 46 Assists in 101 Pflichtspielen!). Ancelotti erklärt: "Bei Real war er der wichtigste Spieler. Ich musste versuchen, mich anzupassen." Sprich: Carlo kennt den Cristiano-Code - und kann ihn auch knacken.

Überragender Mensch
David Alaba, der wie Lewandowski und Martinez am Montag statt mit dem Team separat trainierte, meint: "Er spricht viel mit uns, kann mit großen Namen genauso gut umgehen wie mit jungen Spielern. Wir haben viel Spaß im Training. Aber man merkt  auch sofort, wenn es ernst wird."

Wie gut der 57-jährige Italiener im Zwischenmenschlichen ist und welch gutes Gespür er für gewisse Situationen hat, sah man auch Samstag gegen Dortmund, als er den wegen seiner Auswechslung aufgebrachten Ribéry mit einer Umarmung und einem Kuss beruhigte.

Symptomatische Szene
"Das war eine Szene, die für Carlo symptomatisch ist", sagt einer, der es wissen muss. Österreichs Ikone Herbert Prohaska spielte mit Ancelotti bei Roma zusammen. "Er ist ein total lieber Kerl, ein Supertyp. Noch jetzt lässt er mich, wenn er einen österreichischen Fußballer trifft, immer grüßen. Diese Menschlichkeit ist Ancelottis größte Stärke." Prohaska weiters: "Bei Top-Klubs hast du es mit Stars und Millionären zu tun, mit denen musst du einen speziellen Umgang pflegen, kannst nicht den Diktator spielen. Ich habe nie von einem Spieler gehört, dass er nicht mit ihm klarkam. Carlo ist ein echtes Vorbild."

Matthias Mödl/Gernot Bachler, Kronen Zeitung

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