Di, 17. Oktober 2017

Traun fast wie Linz

11.04.2017 00:30

Der nächste Stadion-Streit

Sportkomplex sanieren? Schleifen? Neu bauen? Grund verkaufen? Trauns Politik ist sich wie die in Linz uneinig!

"Darüber fährt die Eisenbahn", erklärte Trauns Sportstadtrat Franz Amann gestern. Meinte, dass für die Stadtregierung nur eine Sanierung des maroden Sportzentrums in Frage käme, aber kein Neubau an einem anderen Standort. "Die Frage stellt sich gar nicht mehr", sagte der FP-Politiker, "immerhin ist der Subventionsantrag zu Bund und Land entweder schon unterwegs oder wird in Kürze abgeschickt!"
"Was?", konterte später VP-Fraktionsführer Wolfgang Weitmann hörbar verwundert: "Es gibt schon einen Subventionsantrag? Aber noch nicht einmal einen Amtsbericht! Es wurde im Sportausschuss sicher nichts beschlossen! Uns nur mündlich mitgeteilt, dass es ein Gutachten betreffend der Sanierung gäbe! Und ich sehe auch die Standortfrage nicht geklärt, ehe es nicht eine Diskussion darüber gibt!"

Es geht um viel Geld
Und die sollte es geben! Schließlich geht’s um viel Geld. Zudem hat man als abschreckendes Sanierungs-Beispiel die Linzer Gugl vor Augen. In die erst 32 Millionen flossen, ehe die Neubau-Debatte erst richtig begann. In Traun würde eine Sanierung laut Amann zehn Millionen netto kosten. Ein Neubau 20 plus 2,3 Millionen Abrisskosten.
Nächste Parallele zu Linz: Mit Gerhard Hackl regt der Noch-Sponsor der HAKA-Arena nun an, das Sportzentrum zu schleifen, den Grund (51.000m2) zu verkaufen, um Wohnraum zu schaffen - und einen Sportkomplex an andere Stelle zu errichten. Wie in Linz LASK-Boss Siegmund Gruber die von der VP gut befundene Idee hatte, auf der Gugl Wohnraum zu schaffen, der Stadt damit sogar nach einem Stadion-Neubau an einem anderen Standort Geld über bleiben sollte.

Georg Leblhuber, Kronen Zeitung

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