Mo, 18. Dezember 2017

Rapid Wien

10.04.2017 20:42

Stefan Schwab: "Wir haben den Glauben verloren!"

Rapids Kapitäne Steffen Hofmann und Stefan Schwab weisen die Vorwürfe zurück, gegen Canadi gespielt zu haben.

"Das war eine Arbeitsverweigerung, die Spieler haben gegen den Trainer gespielt, wollten Damir Canadi nur abschießen."

Mission "erfolgreich" - Rapid hat den erfolglosesten Coach der grün-weißen Geschichte beurlaubt - abgeschlossen. Aber: Wegen der Art und Weise richtet sich der Ärger der Fans jetzt auch gegen die Spieler. In der "Krone" landeten sogar Beschwerde-Mails, in denen Anhänger vom Klub das Eintrittsgeld von der 0:3-Blamage in Ried zurückverlangen. "Mit dem Vorwurf müssen wir leben", sagt Stefan Schwab, der zweite Kapitän, beteuert aber: "Keiner hat gegen den Trainer gespielt, das war bei  uns nie ein Thema. Wir waren müde, mental leer, nicht frisch."

Bickel: "Die Mannschaft war einfach tot"
Sportchef Bickel stellt sich daher schützend vor die Spieler: "Der Rummel um das Cupspiel davor in St. Pölten hat sie wie eine Zitrone ausgepresst, die Mannschaft war einfach tot."
Womit die Spieler selbst hadern: "Wenn du so viele Spiele nicht gewinnst, zweifelt man, dann  hinterfragt man alles, auch sich selbst", so Schwab. "Aber wir konnten die Fragen nicht beantworten. Nichts hat funktioniert. So haben wir den Glauben verloren." An Canadi, an das System.

Dass das Klima zwischen Trainer und Mannschaft vergiftet, der Umgangston indiskutabel war, ist bekannt, will niemand kommentieren - auch nicht Kapitän Steffen Hofmann: "Dazu ist alles gesagt. Wir schauen nach vorne, müssen eine gute Stimmung reinbringen. Noch wissen wir nicht, ob und was verändert wird."

Volles Vertrauen in Neo-Chef Djuricin
Da ruhen die Hoffnungen auf Goran Djuricin, der vorerst bis Sommer der neue Chef ist. "Die Spieler vertrauen ihm, er hat viel mit uns gesprochen, wird seine Ideen haben", sagt Schwab. Allerdings ist der 42-Jährige noch bis Mittwoch beim UEFA-Trainerkurs in Nyon.  So hat er bis zum Samstag-Spiel gegen Altach nur drei Einheiten. Am Dienstag leitet Martin Bernhard das Training.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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