Sa, 18. November 2017

Erste Abschiebungen:

10.04.2017 10:25

Asylanten spalten Stadtpolitik

Dass jungen Afghanen, die im Zuge der Flüchtlingswelle nach Mödling gekommen waren, die Abschiebung in die Heimat droht, sorgt für einen Asyl-Streit in der Stadtpolitik. Während Grüne und SP bei der Integration noch Defizite sehen, betont VP-Bürgermeister Hintner: "Es gibt derzeit keine Probleme mit Asylwerbern."

Für Riesenwirbel hatte in Mödling, wie berichtet, im vergangenen Herbst die Attacke eines Flüchtlings auf eine Frau gesorgt. Vor allem der Umstand, dass jugendliche Asylwerber mitten in der Nacht durch die Stadt streiften, sorgte damals für Ärger. "Das war rasch bereinigt", blickt Hans Stefan Hintner zurück. Und dass es derzeit keine Asyl-Probleme in Mödling gebe, untermauert der VP-Bürgermeister mit Daten: "Die Zahl der in der Jägerhausgasse untergebrachten Afghanen ist von 150 auf 35 gesunken." Auch in Quartieren von Diakonie und Jungarbeiterbewegung werden nur noch knapp 65 Schützlinge vorbildlich betreut, betont Hintner. Umso erstaunter ist der Stadtchef, dass Grüne und Sozialdemokraten Alarm schlagen: "Ich habe immer davor gewarnt, mit Ausbildungsmaßnahmen vor dem Asylverfahren zu beginnen." Abschiebungen seien eben auch trotz Integrationsbemühungen möglich.

Absurd mutet für Hintner die SP-Warnung an, Mödling habe einen hohen Migranten-Anteil: "Es leben zwar mehr als 100 Nationalitäten hier. Aber das sind großteils EU-Bürger sowie Menschen, die aus beruflichen Gründen hier wohnen."

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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