Do, 23. November 2017

Blamage für Partei

10.04.2017 13:01

Kanzler Kern scherzt über Grünen-Streit im ORF

Der Sonntagabend stand im ORF ganz im Zeichen der aktuellen grünen Krise. Parteichefin Eva Glawischnig und Flora Petrik, Chefin der (ehemaligen) Jungen Grünen, durften ihren Streit - letztlich ganz deutlich zum Nachteil der eigenen Partei - live im TV weiter breittreten, was in sozialen Netzwerken erwartungsgemäß heiß diskutiert wurde. Selbst Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) konnte der Versuchung nicht wiederstehen, sich via Twitter über den Streit bei den Grünen lustig zu machen.

Eigentlich hätten die Grünen am Sonntagabend die Möglichkeit gehabt, auf der ORF-Bühne Schadensbegrenzung zu betreiben. Stattdessen folgte dann nach Ansicht von Experten und Beobachtern eine Schadensmaximierung.

Vor allem Parteichefin Eva Glawischnig und der ebenfalls ins ORF-Studio geladene Polit-Berater Rudolf Fußi, der bei "Im Zentrum" mit grünen Socken zu bewundern war, wurden für ihr Verhalten bei der Diskussionsrunde teils scharf kritisiert.

Bei Glawischnig sorgte wiederum ein etwas unglücklich gewählter Fußball-Vergleich (siehe Video oben) für Spott und Häme.

Voggenhuber schießt scharf gegen Glawischnig und "Bullterrier" Fußi
Kein Blatt vor den Mund nahm sich der streitbare frühere Nationalrats- und Europa-Abgeordnete der Grünen, Johannes Voggenhuber, der seiner Empörung auf Facebook freien Lauf ließ. Er sei zu der ORF-Sendung eingeladen und dann wieder ausgeladen worden, so Voggenhuber, der PR-Berater Fußi als "Bullterrier an der Seite der angeschlagenen Bundessprecherin" (Glawischnig) bezeichnete.

Neben der offenen Kritik an der eigenen Partei - Stichwort: "Verfall der innerparteilichen Demokratie" - bekam auch der ORF sein Fett ab: "Offener kritischer Journalismus eben, nur halt in der österreichischen politischen Variante", so Voggenhuber.

Kern spottet auf Twitter über Grünen-Streit
Selbst Bundeskanzler Kern ließ es sich am Sonntagabend auf Twitter nicht nehmen, sich über den Streit bei den Grünen lustig zu machen. Er kommentierte eine Twitter-Umfrage ("Braucht es die Grünen?" Antwortmöglichkeiten: "Nein", "Nicht wirklich", "Die SPÖ reicht", "Keine Ahnung") mit den Worten: "Das erste Mal, dass ich an einer Online-Umfrage teilgenommen habe."

Fazit des live im Fernsehen übertragenen Streits der Grünen: Gewonnen haben am Ende alle anderen Parteien.

 krone.at
Redaktion
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