Di, 21. November 2017

Mieser Trick

07.04.2017 16:30

Betrüger drohen mit Pfändung

Die Angst vor dem Vollstrecker - darauf spekulieren Betrüger, die derzeit Oberösterreich mit Pfändungsandrohungen überschwemmen und dabei ihre Opfer massiv unter Druck setzen. Binnen kurzer Zeit langten beim Konsumentenschutz der AK in Linz mehr als einhundert Anfragen ein. Dabei ist alles nur ein reiner Betrug!

"Viele Betroffene, die sich bei uns melden, fühlen sich bedroht und haben regelrecht Angst", berichtet Konsumentenschützerin Ulrike Weiß: "Allein im vergangenen Monat hatten wir mehr als einhundert Anfragen."

Der Schmäh der "Inkassoabteilung Steinbach & Partner" mit angeblichem Sitz in Frankfurt/Main (D): Die Betrüger kontaktieren Opfer per Mail und behauptet, es sei vom Vorjahr noch eine Rechnung von routenplaner-maps.com offen. "Wir haben nun einen Vollstreckungstitel bei Gericht gegen Sie erwirkt. Aus diesem Grund wird Sie am Donnerstag, 13. 04. 2017, um 10 Uhr unser Inkasso Team besuchen, um Ihre Wertgegenstände zu pfänden", heißt es einleitend. Um den Druck zu erhöhen wird noch darauf hingewiesen, dass ein Schlüsseldienst kostenpflichtig beauftragt wird, wenn niemand öffnen sollte. "Sollten Sie Widerstand leisten, werden wir die Polizei hinzuziehen", wird auch noch gedroht.

Um zu verhindern, dass die Wertgegenstände abtransportiert werden, bieten die skrupellosen Gauner eine Alternative an und hoffen, dass ihre Opfer vor lauter Pfändungspanik darauf reinfallen: "Die einzige Möglichkeit diese Maßnahme noch abzuwenden, ist die unverzügliche Bezahlung des offenen Betrages von 750 Euro per Amazon Gutschein, dem sicheren online Bezahlsystem, bis spätestens Dienstag, den 11. 04. 2017."

"Bei Amazon-Gutscheinen ist die Nachverfolgung praktisch unmöglich, das Geld weg - wir warnen alle kontaktierten Opfer: Keinesfalls bezahlen", so Weiß.

Johann Haginger, Kronen-Zeitung

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