Mi, 22. November 2017

Mit Kinder-Gruppen

07.04.2017 10:56

Neue Wege in der Betreuung

Dieser Trend hat Zukunft: Altersgemischte Gruppen in der Kinderbetreuung werden in Salzburg immer stärker nachgefragt. Das geht aus einer Aufstellung der Landesregierung hervor. Besonders ländlichere Gemeinden denken daher jetzt um.

Die Nachfrage nach modernen Formen in der Kinderbetreuung boomt regelrecht! Das geht jetzt aus einer Drei-Jahres-Aufstellung der Landesregierung hervor, wonach besonders im Bereich der altersgemischten Gruppen (von 1 bis 14 Jahren) ein Zuwachs von 16 Prozent verzeichnet worden ist. Das ist ein Modell der Betreuung, das besonders in ländlichen Regionen immer stärker nachgefragt wird. "In solchen Gruppen lernen die Kleinen von den Großen - und umgekehrt. Vor allem immer mehr Landgemeinden setzen auf diese flexible Art der Betreuung", freut sich die zuständige Landesrätin Martina Berthold (Grüne).

Aktuelles Beispiel ist der Kindergarten in Werfenweng, der seit seinem Umbau (Kosten: 30.000 Euro) eine zweite alterserweiterte Gruppe anbietet. Die Vorteile liegen auf der Hand: Geschwister können die Einrichtung gemeinsam besuchen und die Altersmischung entspricht mehr dem alltäglichen Leben der Kinder. So bleiben sie über Jahre hinweg in der gleichen Gruppe und können so langfristige Freundschaften aufbauen. Gerade für die kleineren Gemeinden in Salzburg ist das Modell lohnend, etwa weil sie flexibler bleiben. Wie außerdem aus dem drei-Jahres-Vergleich hervorgeht, hat es auch ein leichtes Plus bei den Anmeldungen in den Krabbelgruppen (6 Prozent) und den Kindergärten (4 Prozent) gegeben.

Ausbau der Betreuungsplätze
Besonders freut sich Berthold, dass in der Nachfrage der Betreuung von unter Dreijährigen ein Plus von über sieben Prozent verzeichnet werden konnte: "Derzeit liegt Salzburg bei Frauen mit Kindern, die in Erwerbstätigkeit sind, an der Spitze. Das bringt eine große Aufgabe für den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung mit sich." Insgesamt gab es landesweit zuletzt einen Ausbau der Betreuungsplätze um 6,4 Prozent, besonders in den Landbezirken. Damit soll das Leben in ländlicheren Regionen für Mütter attraktiv bleiben. Ein Thema, dass die Grünen bundesweit auf ihre Agenda gesetzt haben.

Anna Dobler, Kronen Zeitung

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