Sa, 25. November 2017

Heftige Reaktionen

04.04.2017 10:57

Kritik an „Bondgirl“-Porträt von Melania Trump

Melania Trump, First Lady der USA, hat nun ein offizielles Porträtfoto. Das Bild, das die Regierung am Montag in Washington herausgab, zeigt die 46-Jährige in ihrem neuen Wohnsitz, dem Weißen Haus. Die First Lady hält sich allerdings die meiste Zeit gar nicht dort auf. Im Netz sorgt das Bild für heftige Reaktionen. Zu gephotoshoppt, meinen die einen. Zu viel Protz die anderen. Und so manchen erinnern Pose und Bildhintergrund an ein Bondgirl der 1970er-Jahre.

"Ich fühle mich geehrt, als First Lady dienen zu dürfen, und freue mich auf die Arbeit für das amerikanische Volk in den nächsten Jahren", erklärte Melania Trump in einem Statement zu dem Porträtfoto. Sie steht darauf in einem dunklen Hosenanzug mit Halstuch vor einem Fenster im Weißen Haus, obwohl sie dort mit ihrem zehnjährigen Sohn Barron immer noch nicht eingezogen ist und lieber weiterhin im New Yorker Trump-Tower residiert. Auffällig ist ein riesiger Ring, den das ehemalige Model an der linken Hand trägt.

"Make America Bling again"
Der Ring ist es auch, der bei vielen Nutzern sozialer Medien neben dem Vorwurf, die "FLOTUS" ("First Lady Of The United States") sei völlig gephotoshoppt, für die meiste Empörung sorgt.

"Der Ring könnte allein 'Essen auf Rädern' finanzieren", kommentiert jemand unter dem auch auf Twitter veröffentlichten Porträt. Ein anderer ätzt: "Make America Bling again." Eine Anspielung auf Donald Trumps Wahlkampfslogan "Make America Great Again". Ein weiterer meint in dem Porträt das Werbebild für eine Fluglinie zu erkennen und fragt, ob der Ring sich, wenn nötig, wohl in ein Flugobjekt verwandelt. Charmanter ist da schon der Vergleich der gebürtigen Slowenin mit einem Bondgirl von 1976.

Obama zeigte zu viel Haut
Kaum jemandem scheint hingegen aufgefallen zu sein, dass Melania Trump offensichtlich ein Porträt der ehemaligen First Lady Nancy Reagan kopiert hat. Die Frau von US-Präsident Ronald Reagan posierte vor demselben weißen Fenster und wählte für das Bild eine Halsschleife. Im Gegensatz zu Melania Trump schenkte diese den US-Amerikanern aber ein Lächeln.

Für viel Aufregung - aber aus anderen Gründen - hatte 2009 übrigens auch das erste offizielle Porträt des Weißen Hauses der ehemaligen First Lady Michelle Obama gesorgt. Die Ehefrau von Barack Obama posierte damals in einem ärmellosen schwarzen Kleid und wurde prompt kritisiert, weil sie damit zu viel Haut zeigte.

Der edle Style der Präsidentengattin
Haut zeigt die Melania Trump jedenfalls kaum. Ihr schwarzes Outfit wirkt nahezu puritanisch. Dafür ist der Style edel. Wie die Webseite "White House Wardrobe" herausgefunden hat, trägt Trumps Gattin ein Jackett von Dolce & Gabbana um 2900 Euro, das 570-Euro-Halstuch stammt von Hermes.

Pamela Fidler-Stolz
Redakteurin
Pamela Fidler-Stolz
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