Fr, 15. Dezember 2017

"Krone"-Interview

03.04.2017 20:06

Ümit Korkmaz: "Einige sind so richtig versunken!"

Nach Rapid ist vor Rapid. St. Pöltens Ümit Korkmaz spricht im Interview über seine Vergangenheit und Gegenwart. Oben im Video sehen Sie die Highlights der Partie zwischen St. Pölten und Rapid!

"Krone": Sieben erfolgreiche Dribblings, 20 Zweikämpfe in 55 Minuten, 70 Prozent davon gewonnen. Zahlen belegen, dass du am Samstag gegen Rapid der auffälligste Spieler warst.
Ümit Korkmaz: Ich habe mich extrem wohlgefühlt, es hat alles gepasst. Meine Verletzung im ersten Spiel gegen Salzburg war mir sogar irgendwie peinlich, aber jetzt bin ich beim SKN angekommen.

Nach knapp einer Stunde war der Sprit aus. Trainer Fallmann meinte, Rapid hat dich abgeklopft wie ein Schnitzel . . .
Dazu kommt, dass ich  mit einem blauen Auge herumlaufe. Aber ich gehe mit dem Ziel ins Spiel, dass der Gegner hinter mir herläuft. Das ist mir ganz gut gelungen.

Mit Steffen Hofmann, Thomas Schrammel und Tormanntrainer Helge Payer hast du vor zehn  Jahren noch bei Rapid gespielt. Gab’s am Samstag rund um die Partie Gespräche?
Natürlich, vor allem mit Steffen. Er war damals wie ein großer Bruder für mich, gemeinsam mit Martin Hiden mein Lenker.

Wie gehen Rapids Spieler mit der aktuell problematischen Situation im Klub um?
Der Steffen steht da drüber, hat in seiner Karriere schon zu viel erlebt. Aber ich habe auf dem Platz in ein paar Gesichter geschaut, einige sind so richtig versunken. Nur ist das in solch einer Phase verständlich.

Du sprichst offenbar aus Erfahrung . . .
. . . sogar aus Erfahrung  bei Rapid. Als ich 2006 zu den Profis kam, waren wir in einer ähnlichen Situation. Zellhofer musste gehen, dann kam Pacult  zwei Jahre später waren wir Meister.

Bei deinem Austausch am Samstag bekamst du sogar Applaus von den Rapid-Fans. Wie viel Rapid steckt noch in Ümit Korkmaz?
Egal, ob in Frankfurt, Bochum oder sogar in der schwierigen Zeit bei Rizespor, ich war immer mit vollem Herzen dabei. Nur Rapid ist etwas Besonderes, die erste Profistation. Wie Kindergarten- und  Volksschulzeit. Seine Volksschullehrerin vergisst man das ganze Leben lang nicht.

Am Mittwoch kommt’s zum Wiedersehen.
Ein Klub wie Rapid braucht Titel, die fehlen schon länger. Daher ist der Druck schon riesig. Dazu wartet ein Gegner, der enorm gefährlich ist, wenn er sein Können auf den Platz bringt . . .

Hannes Steiner, Kronen Zeitung

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