Mo, 18. Dezember 2017

Neuer OÖVP-Chef

01.04.2017 16:04

Pühringers Abschiedstränen und ein stolzer Stelzer

Abschiedstränen bei Josef Pühringer, Stolz und Aufbruchsstimmung bei Thomas Stelzer: Der mit gut 2000 Deliegerten und Gästen als großes "Familienfest" inszenierte Landesparteitag der ÖVP Oberösterreich im Linzer Design Center brachte die erste Amtsübergabe zwischen den beiden, die als LH folgt am Donnerstag.

Abgesehen von ein paar Ton- und Bildausfällen bei der Facebook-Übertragung funktionierte beim ÖVP-"Familienfest" alles reibungslos: Eine Lawine von Dank und Anerkennung für den scheidenden Josef Pühringer, der der ÖVP aber als Ehrenparteiobmann mit Sitz und Stimme in den Gremien erhalten bleibt. Sein Appell an die schwarze Bundesspitze rund um Reinhold Mitterlehner und Sebastian Kurz: "Einige möchten die besseren Blauen sein und andere die besseren Grünen. Wir müssen aber die besseren Schwarzen sein, dann gewinnen wir auch wieder."

Partnerschaft mit den Leistungsbereiten
Thomas Stelzer bekräftigte seine Zukunftsvision von Oberösterreich als dem "Land der Möglichkeiten": Als Basis dafür sieht er "die Partnerschaft mit den Leistungsbereiten", die wissen sollen, dass sich harte Arbeit auszahle. Das Bekenntnis zu eigener Leistung verlangt Stelzer auch von jenen, die in Oberösterreich eine neue Heimat suchen.
Auch beim Abstimmungsergebnis passte die Regie von Parteimanager Wolfgang Hattmannsdorfer: 971 der 972 Delegierten stimmten für Thomas Stelzer als neuem Parteichef. Auch seine fünf Stellvertreter, darunter die bald neue Landesrätin Christine Haberlander, kamen auf Zustimmungswerte nahe 100 Prozent.

"Promis" scheiden aus

Nicht nur von Pühringer als Landesparteichef galt es Abschied zu nehmen, auch einige alte "Promis" schieden aus dem ÖVP-LandesVorstand aus, darunter Jakob Auer, Maria Fekter, Franz Hiesl, Christoph Leitl und Rudolf Trauner.
ÖVP-Bundeschef Mitterlehner, von Hattmannsdorfer als "Kanzler", statt als Vizekanzler begrüßt, hielt eine Rede, Sebastian Kurz nicht. Mitterlehner hat sich jedenfalls seinen Humor bewahrt: "Der Bundesparteiobmann muss Unmögliches immer möglich machen. In diesem Fall ist es leicht." Es ging darum, seine Rede so kurz zu halten, dass die Verkündung der Wahlergebnisse nicht verzögert wurde.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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