Do, 18. Jänner 2018

Staubtrocken

31.03.2017 16:49

Landwirte hoffen auf Regen

Des einen Freud’ ist des anderen Leid: Während viele Sonnenanbeter die frühsommerlichen Temperaturen genießen, bangen Kärntens Landwirte um ihre Ernte. Der schneearme Winter und der regenfreie März haben den Äckern und dem ausgebrachten Saatgut bereits zugesetzt. Probleme gibt es auch mit dem Düngen.

Des einen Freud’ ist des anderen Leid: Während viele Sonnenanbeter die frühsommerlichen Temperaturen genießen, bangen Kärntens Landwirte um ihre Ernte. Der schneearme Winter und der regenfreie März haben den Äckern und dem ausgebrachten Saatgut bereits zugesetzt. Probleme gibt es auch mit dem Düngen.

Anfang Februar gab es in Kärnten die letzten ergiebigen Niederschläge. Auch die von Mutter Natur dringend benötigten Schneefälle blieben bis auf wenige Ausnahmen aus. Das Resultat: Die Äcker sind staubtrocken. "In den Kernzonen fielen seit Anfang des Jahres nur 15 bis 30 Liter Regen. Das ist weit zu wenig", so Markus Tschischej, Leiter des Referates Pflanzen- und Ackerbau in der Landwirtschaftskammer Kärnten. Im Durchschnitt seien um den

1. April 80 bis 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter üblich. Ein weiteres Problem war Kahlfrost: Die kalten Temperaturen im Jänner und die fehlende Schneedecke ließen die Kälte tiefer als sonst üblich ins Erdreich eindringen. Die Ernteerträge bei Wintergetreide dürften darunter gelitten haben.

Die herrschende Trockenheit wirkt sich auch auf das Sommersaatgut von Weizen und Gerste aus, welches rund um den Josefitag ausgebracht wurde. Dem Sommersamen fehlt das Wasser. Tschischej, der selbst Landwirt ist, erklärt: "Man kann sich gar nicht vorstellen, wie sehr es auf den Äckern staubt. Auch beim Düngen gibt es Probleme. Der Dünger ist kalkhaltig und bleibt auf dem trockenen Boden liegen." Die Nährstoffe lösen sich nur bei Regen und gelangen so in den Boden. Auch Gülle wird auf den trockenen Böden ausgebracht und kann für Geruchsbelästigung sorgen. "Die Maßnahmen sind alle im gesetzlichen Bereich. Außerdem arbeiten die Landwirte alles gleich in den Boden ein."

Christian Spitzer, Kärntner Krone

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