Mi, 22. November 2017

„Stopp unmöglich“

31.03.2017 15:33

Putin: Klimawandel nicht vom Menschen gemacht

Schon wieder ein Thema, bei dem Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump einer Meinung sind: "Der Klimawandel ist nicht durch Menschen verursacht", erklärte der russische Präsident beim Arktisforum in der Stadt Archangelsk. Der Klimawandel habe in den 30er-Jahren des 19. Jahrhunderts eingesetzt, als es noch gar keine industriellen Abgase gab, berief sich Putin auf russische Forschungsergebnisse.

Den Klimawandel zu stoppen sei deshalb "unmöglich". Er hänge zusammen mit den "globalen Zyklen" oder sei sogar "von planetarischer Bedeutung". Vielmehr komme es darauf an, sich der Klimaerwärmung "anzupassen". In früheren Erklärungen hatte Putin die globale Erwärmung sogar begrüßt, weil dadurch Rohstoffvorkommen und Transportrouten freigelegt würden, deren Erschließung bisher als zu teuer gegolten habe.

Beispiel mit österreichischem Forscher soll Theorie belegen
Putin, der kurz davor die Inselgruppe Franz-Josef-Land im Nordpolarmeer besucht hatte, erläuterte seine Position anhand eines Beispiels: In den 30er-Jahren sei ein österreichischer Forscher "mit einem fotografischen Gedächtnis" zum Archipel gereist. 20 Jahre später habe er Fotografien von einer anderen Expedition gezeigt bekommen, aufgrund derer er behauptet habe, dass die Zahl der Eisberge abgenommen habe.

Dem neuen Chef der US-Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, wünschte Putin viel Glück. Eine Auseinandersetzung mit Pruitts Positionen sei notwendig. Pruitt bezweifelt in Übereinstimmung mit US-Präsident Trump, dass Industrie, Verkehr und andere menschliche Aktivitäten primär für die globale Klimaerwärmung verantwortlich sind. Das Pariser Klimaschutzabkommen will er aufkündigen. Das Ende 2015 von 195 Staaten unterzeichnete Abkommen enthält erstmals rechtlich bindende Maßnahmen zum Kampf gegen die Erderwärmung. Die USA haben das Abkommen auf Grundlage einer Entscheidung des Trump-Vorgängers Barack Obama ratifiziert.

Kronen Zeitung und krone.at

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