Di, 21. November 2017

Raumfahrt-Premiere

31.03.2017 15:05

SpaceX schickte erstmals recycelte Rakete ins All

Erstmals ist eine wiederverwendete Rakete ins Weltall gestartet. Das private US-Unternehmen SpaceX schickte in der Nacht auf Freitag, um 0.27 Uhr MESZ, vom Kennedy Space Center der NASA in Florida eine Trägerrakete auf die Reise, von der eine Raketenstufe bereits früher für einen Raumflug verwendet worden war. Die "Falcon 9”-Rakete beförderte einen luxemburgischen Satelliten in seine Umlaufbahn.

Die zweite Stufe der Rakete brachte den Satelliten "SES-10", der Signale nach Südamerika und Mexiko weiterleiten soll, in seine Umlaufbahn. SpaceX-Gründer und Selfmade-Milliardär Elon Musk feierte den Einsatz als "unglaublichen Meilenstein in der Geschichte des Weltalls". 15 Jahre hatten Entwickler laut Musk an der Wiederverwendbarkeit von Antriebsraketen gearbeitet, mit der Raumfahrt-Missionen künftig deutlich günstiger werden sollen.

Bei der Wiederwendung von Raketen-Komponenten hatte das kalifornische Unternehmen im Dezember 2015 den Durchbruch geschafft, als es ihm erstmals gelang, die sogenannte erste Stufe der "Falcon 9” unbeschadet zurück zur Erde zu bringen. Insgesamt ist dies dem Unternehmen mittlerweile schon achtmal gelungen: Fünf der Erststufen - die wie eigene Raketen gebaut sind - landeten auf schwimmenden Plattformen im Meer, die restlichen drei auf Land.

Wiederverwertung soll Raumfahrt verbilligen
Die erste Stufe ist bei Stufenraketen der größte und schwerste Bestandteil. Bei der "Falcon 9” ist sie 41 Meter lang. Die mehrfache Verwendbarkeit würde auf Dauer die Raumfahrt deutlich preisgünstiger machen, wie es sich SpaceX zum Ziel gesetzt hat.

Erstmals war die jetzt wiederverwendete Erststufe im vergangenen April ins All geflogen. Sie brachte damals im Rahmen eines Versorgungsfluges die unbemannte Raumkapsel "Dragon" ins All, die gut drei Tonnen Vorräte und Ausrüstung für die ISS geladen hat. Nach dem Flug landete sie aufrecht auf einer schwimmenden Plattform im Meer.

Video der Landung der Rakete im April 2016:

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Redaktion
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