So, 17. Dezember 2017

Nach Sperrstunde

31.03.2017 07:06

Kellner und Taxilenker verfolgten den Dieb

Eine ordentliche Portion Mut zeigte ein Kellner in der "Beer Lounge" in der Salzburger Schwarzstraße: Ein vorerst Unbekannter hatte bis zur Sperrstunde um drei Uhr abgewartet. Als der Kellner den Geschirrspüler einräumte, stahl er ihm die Börse mit der Tageslosung. Der Angestellte nahm sofort die Verfolgung auf.

"Der Mann saß schon länger im Lokal. Er hat offenbar genau abgewartet, wann der letzte Gast geht. Ich habe noch ein Tablett mit Gläsern abserviert und wollte den Geschirrspüler einräumen. Als ich die Gläser hinein stellte, spürte ich plötzlich was am Rücken", erinnert sich Christos Maios (50), Kellner in der "Beer Lounge" in der Schwarzstraße 10. Der gebürtige Grieche, der seit 13 Jahren in Österreich lebt, begriff sofort, dass ihm der Unbekannte die Kellnerbrieftasche, die er an der Hüfte stecken hatte, gestohlen hat.

"Ich bin ihm sofort nach und konnte ihn noch an der Jacke packen. Er hat mich aber umgeschubst", erzählt Maios. Der couragierte Angestellte rappelte sich wieder auf und lief auf die Straße. "Ich konnte den Dieb nicht mehr sehen. Da parkten aber fünf Taxifahrer, die fragte ich, wo der Mann hingelaufen ist", so Maios. Einer der Taxifahrer hatte den Flüchtenden tatsächlich wahrgenommen. "Er ließ mich einsteigen und wir fuhren ihm nach." In der Paris-Lodron-Straße war Endstation. Da holten die beiden den Dieb ein. "Der Mann hat auch noch den Taxilenker geschubst. Wir konnten ihn aber schließlich festhalten", sagt Maios.

Cannabiskraut und Kokain sichergestellt
Der Chauffeur rief die Polizei. Binnen drei Minuten waren vier Beamte vor Ort. Maios bekam die gestohlene Geldbörse mit mehreren Hundert Euro zurück und bedankte sich für die Hilfe des Taxilenkers. Der Dieb, ein Einheimischer (27), gestand und ließ sich auch durchsuchen. Die Polizisten stellten bei ihm noch etwas Cannabiskraut und Kokain sicher. Er wurde angezeigt. Christos Maios wurde bei dem Zwischenfall am Knie verletzt. "Ich muss eine Bandage tragen. Aber Hauptsache das Geld ist nicht weg", meint er abschließend.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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