Mo, 23. April 2018

Comeback im Mai?

30.03.2017 15:18

Haider-Maurers Leidenszeit hoffentlich bald vorbei

Er ist seit knapp einer Woche 30 Jahre alt und im ATP-Ranking wegen seiner Langzeitverletzung schon auf Platz 1.009 zurückgefallen. Andreas Haider-Maurer hofft aber, in knapp einem Monat endlich wieder auf die ATP-Tour zurückkehren zu können. Ein Challenger in Ostrava Anfang Mai ist anvisiert, allerdings nicht um jeden Preis.

Sollte Haider-Maurer tatsächlich am 1. Mai wieder wettkampfmäßig auf die Tour zurückkehren, dann wäre es sein erstes Match nach 560 Tagen Pause. Ein Faszien-Einriss an der rechten Ferse hat eine äußerst langwierige Auszeit verlangt. "AHM" hat insgesamt zehn Monate keinen Schläger in der Hand gehabt. Nach einer Operation am 20. Juli des Vorjahrs hat er ganz langsam vor etwas über drei Monaten wieder mit Training auf dem Court begonnen.

"Es geht Woche für Woche aufwärts. Wenn ich fünf Tage hintereinander trainiere, fehlt noch, dass das der Körper wegsteckt, aber ich denke, dass ich auf dem richtigen Weg bin", konstatierte Haider-Maurer. Der Niederösterreicher sieht sich aktuell bei "90 Prozent". "Die letzten zehn Prozent sind sehr hart zu erarbeiten, aber ich bin dran und merke jede Woche einen leichten Fortschritt. Den brauche ich auch für die Turniere."

Sein Coach Daniel Huber führt Haider-Maurer behutsam zurück in Richtung Wettkampf-Tennis. Das Comeback soll aber nicht mit der Brechstange im Mai erfolgen. "Damit es auch wirklich funktioniert und realistisch ist, werden wir eine Art zweiwöchigen Härtetest machen", verriet Huber am Donnerstag im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. "Da werden wir wirklich intensiv zwei Einheiten am Tag plus Kondition trainieren." Dies müsse sein Schützling ohne Probleme durchstehen.

Vom Kampfgewicht und von der sonstigen Physis her sei Haider-Maurer "gut beieinander. Er hat logischerweise einen Riesenrückstand mit der Matchpraxis." Komplett schmerzfrei sei Haider-Maurer nicht. "Aber er hat vor zwei Tagen ein MRT gemacht, das hat gut ausgeschaut. Die Entwicklung der letzten Wochen war sehr positiv." Die Sehne werde allerdings immer dicker bleiben.

French Open als Ziel
Geduldig zu bleiben war vielleicht die größte Herausforderung bei dieser seltenen Verletzung. "Bei der Verletzung haben wir die Erfahrung gemacht, dass ein Monat oder ein paar Wochen nichts sind." Beim Challenger in Ostrava soll es nach Möglichkeit wieder losgehen, eventuell auch in der Qualifikation. "Aber es macht keinen Sinn in Ostrava zu starten, wenn man nicht hundertprozentig davon überzeugt ist, dass es über die nächsten Monate funktioniert", stellte Huber klar.

Das große Ziel Haider-Maurers wäre es freilich, bis Ende Mai so fit zu werden, dass er bei den French Open antreten kann. Dann würde er sein "protected ranking" von 63 auch einsetzen - er kann dies zwölf Monate ab Wiedereinstieg bei zwölf Turnieren tun. "Es ist realistisch, aber es wird auch eng. Es wird sich in den nächsten drei Wochen entscheiden", meinte Haider-Maurer dazu.

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