6000 € statt 600 €:

Abzocke bei Wiens Schanigärten

Gähnende Leere am Karmelitermarkt. Schanigärten gibt’s hier nicht mehr. Zumindest auf einer Seite. Denn dort wurden die Gebühren massiv erhöht. "Eine Frechheit!", finden die Betreiber. City4U fragte nach…

Der Öffentliche Raum, auf dem die Schanigärtler ihre Tische aufstellen dürfen, kostet. Zuerst war es nur 1 Euro pro Quadratmeter. Nun sind es 10. "Es ist ja nicht so, dass ich uneinsichtig bin und nichts zahlen möchte", klagt ein betroffener Betreiber in der Praterstraße: "Aber gleich 10 Mal höher - das ist zu viel!" Ähnlich die Situation auf der Ringstraße: Dort zahlt ein Cafehausbesitzer statt 600 Euro im Jahr nun 6000 Euro.

Fakt ist: Mit 2017 sind zahlreiche Straßen in eine neue Zone "aufgerückt". Neu ist vor allem, dass einige Straßen, die bisher in der "Zone 2- sonstige Straßen" waren und 1 Euro pro Monat und Quadratmeter zahlen mussten, nun in die "Zone 2"aufgerückt sind, das sind etwa: Ring/Franz Josefs Kai, die Praterstraße, die Reinprechtsdorfer Straße, Teile der Taborstraße (von der Unteren Donaustraße bis zur Großen Stadtgutgass) oder die Landstraßer Hauptstraße (zwischen Stadtpark und Rochusgasse). "Für diese Straßen sind nunmehr 10 Euro pro Monat und Quadratmeter zu bezahlen", so ein Sprecher aus der Wirtschaftskammer.

Wien Schanigärten VOR der Gebührenerhöhung

Wien Schanigärten NACH der Gebührenerhöhung

Sorge um Kündigungen wegen Gewinnverlusten

Dass die Betreiber ob der massiven Gebührenerhöhung den Gürtel enger schnallen müssen, ist klar. Dass Gewinnverluste zu Kündigungen führen, davon will man im Rathaus nichts wissen. Denn: Für öffentlichen Raum sei eben zu bezahlen, lässt Stadträtin Renate Brauner ausrichten.

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