Fr, 15. Dezember 2017

Zehn Jahre Haft

30.03.2017 09:54

"Herzogin" spritzte Frauen Spachtelmasse in den Po

Sie füllte die Hinterteile von Frauen, die einen "Kardashian-Po" haben wollten, mit toxischen Substanzen auf. Bis eine der Patientinnen starb. Jetzt muss die transsexuelle US-Amerikanerin Oneal Ron Morris wegen Totschlags für zehn Jahre hinter Gitter.

Die 36-Jährige wurde in Florida zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Die "Herzogin" genannte Transexuelle hatte bei Fort Lauderdale eine illegale Schönheitspraxis und sich dabei auf die Hinterteile von Frauen spezialisiert, die einen "Kardashian-Po" haben wollten.

Wunden mit Sekundenkleber "genäht"
Eine ihrer Patientinnen, Shatarka Nuby, starb an den Folgen des Eingriffs. Gutachter konnten nachweisen, dass Morris, die in Bekanntenkreisen nur "Doktor-Gift-Hintern" genannt wurde, der 31-Jährigen bei zehn Behandlungen nicht nur Silikon gespritzt, sondern ihr auch zementhaltiges Spachtelpulver aus dem Baumarkt verabreicht hatte. Die Haut hatte sie anschließend nicht genäht, sondern mit einem Sekundenkleber - ebenfalls aus dem Baumarkt - wieder zusammengefügt. Für die Behandlung mit Todesfolge hatte ihre Patientin den "Freundschaftspreis" von 2000 Dollar (gut 1800 Euro) zahlen müssen.

Laut "New York Post" waren mehrere Opfer beim Prozess zugegen. Sie erklärten, die falsche Ärztin habe ihnen versichert, nur erstklassiges Silikon zu verwenden. Die Mutter des Todesopfers sagte aus, dass ihre Tochter ein "unmenschlicher Tod" ereilt habe. Das Gift hatte sich im ganzen Körper der jungen Frau verteilt und zu einem Atemstillstand geführt.

Pamela Fidler-Stolz
Redakteurin
Pamela Fidler-Stolz
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden