Mi, 18. Oktober 2017

"Krone"-Ombudsfrau

30.03.2017 10:00

Laptop landete vor Tür, Paket an Fantasieadresse

Obwohl die Pakete von zwei Wienerinnen als zugestellt galten, sind diese bei ihnen nie angekommen. Eine Nachforschung über den Verbleib der Packerln dürfen die Leserinnen jedoch nicht veranlassen. Das könne laut Paketdienst nur der Haftungspartner, also der Absender. Eine absolute unzeitgemäße Regelung…

Als Renate K. am Tag der Zustellung ihres neuen Laptops nach Hause kam, war das Paket futsch. "Offenbar wurde das Packerl einfach vor der Türe abgelegt", ärgerte sich die Wienerin. Sie versuchte vergeblich, mit dem Paketdienst eine Lösung zu finden. Dieser verwies sie lediglich auf den Absender, der eine Nachforschung einleiten müsse. Ähnlich erging es Bettina C. Obwohl die Wienerin am Tag der Zustellung ihres Pakets zu Hause war, wurde sie verständigt, dass die Sendung bei einem Nachbarn, Herrn S., auf Hausnummer 9 abgegeben worden sei. Pikant ist jedoch, dass die besagte Adresse gar nicht existiert. "In unserer gesamten Straße gibt es weder eine Hausnummer 9 noch einen Herrn S.", war die Leserin empört.

Gegenüber der Ombudsfrau bedauerte DHL, dass im Fall von Frau K. die Sendung laut Kundin ungerechtfertigt vor der Türe abgelegt worden sei. Das entspreche nicht den Richtlinien. Bei Frau C. habe der Fahrer angegeben, das Paket dem Nachbarn übergeben zu haben. Generell erklärte man, dass Pakete laut Allgemeinen Geschäftsbedingungen, sofern nicht zur persönlichen Übernahme bestimmt, auch an Ersatzempfänger wie Nachbarn übergeben werden dürfen. Wer das nicht will, müsse das schriftlich untersagen. In beiden Fällen müsse jedenfalls vom Haftungspartner, dem Absender, eine Nachforschung eingeleitet werden.

Was die Ombudsfrau nicht zeitgemäß empfindet. Vielmehr sollten auch Empfänger Nachforschungen veranlassen können! Frau C. hat übrigens ihr Geld mittlerweile in Kulanz erhalten, Frau K. hingegen hat Anzeige erstattet…

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