Fr, 15. Dezember 2017

"Goldene Krone"

29.03.2017 19:12

Gefasster Pole war Seriendieb

Dafür bekam sie die "Goldene Krone": Eine aufmerksame Rezeptionistin entlarvte im Februar im Hotel Schneider in Obertauern einen dreisten Einmietbetrüger. Nun stellte sich heraus, dass der Pole (38) als Serieneinbrecher und -Dieb auf Tour war.

Der Pole war am 30. Jänner das erste Mal ins Hotel Schneider gekommen und wollte ein Zimmer. Als ihn Rezeptionistin Laura Kazianka (19) nach der Postleitzahl seines Heimatortes und nach dem Autokennzeichen fragte, konnte er beides nicht auf Anhieb nennen. Er wollte nachschauen gehen und kam nicht mehr zurück. "Das war schon komisch", erinnert sich Laura.

Mann wollte zweimal ein Zimmer mieten
Sie erfuhr dann vom Hotelchef, dass in jüngster Zeit mehrere Häuser in Ober- und Untertauern durch einen Einmietbetrüger und Einbrecher geschädigt worden sind.

Als der Pole schließlich am 6. Februar erneut im Hotel Schneider ein Zimmer mieten wollte, gab sie ihrer Chefin, die damals an der Rezeption stand, sofort Bescheid. Gemeinsam mit dem Hausherrn und einem weiteren Mitarbeiter gelang es, den Polen festzuhalten, bis die Polizei kam.

Der Mann wurde festgenommen und in die Justizanstalt nach Puch gebracht. Der Mann hatte sich seit Jänner in mehrere Häuser in Ober- und Untertauern eingemietet und nicht bezahlt. In einem Hotel stahl er den Zentralschlüssel, sperrte damit fünf Zimmer auf und entwendete Wertsachen.

In einem weiteren Haus stahl er die Handkassa aus der Rezeption. Eine 6000 Euro teure Uhr, die er in einem Hotelzimmer "gefunden" hatte, trug er bei der Festnahme am linken Arm. Vom Bargeld, das er bei diesen Coups erbeutet hatte, hatte der Pole zu diesem Zeitpunkt schon 2065 Euro auf sein Konto in Kiel, wo er einen Wohnsitz hat, überwiesen.

Insgesamt 28 Straftaten in ganz Österreich
Da der Verdacht bestand, dass der Pole noch für weitere Straftaten verantwortlich ist, ermittelten die Salzburger Kriminalisten weiter. Mittlerweile können dem Mann insgesamt 28 Einbrüche, Diebstähle und Einmietbetrügereien nachgewiesen werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 16.000 Euro.

Der Pole war aber auch im benachbarten Bayern "tätig". Wie viele Straftaten ihm dort nachgewiesen werden können, ist aber bisher noch unklar. Die deutschen Behörden ermitteln in dem Fall aktuell noch weiter.

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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