Mi, 22. November 2017

Experten besorgt:

29.03.2017 17:00

Hacker-Alarm um Herzschrittmacher!

Internet-Angriffe auf Firmen oder Behörden durch Hacker sind schon fast Alltag. Doch "Digital-Verbrecher" könnten auch Patienten ins Visier nehmen: Gesundheitsdaten und im schlimmsten Fall Geräte wie Herzschrittmacher. Die heimische Ärztekammer fordert schon seit Längerem strengere Sicherheitsmaßnahmen.

Die Computer-Kriminalität ist weiter auf dem Vormarsch und macht auch vor dem Gesundheitssektor nicht Halt. Konkret warnen Experten nun vor besonders dreisten Dieben, die sich via Internet zum Beispiel Gesundheitsdaten unter den Nagel reißen können und für die Rückgabe dann Lösegeld einfordern.

Die heimische Ärztekammer fordert deswegen seit längerem strengere Sicherheitskontrollen für ELGA, die elektronische Gesundheitsakte: "Wir wollen eine zentrale Benutzerverwaltung, eine verpflichtende Authentifizierung beim Einstieg, flächendeckende digitale Signatur von Gesundheitsdokumenten und regelmäßige Infos an Patienten über Daten und Abrufe."

Herzschrittmacher-Attacken sind unwahrscheinlich
Hinterhältig sind auch mögliche Hackerangriffe auf Patienten mit Herzschrittmacher. Ein Szenario, vor dem aktuell die US-Gesundheitsbehörde (FDA) warnt. Die gute Nachricht: Die Herzschrittmacher-Hersteller sind laut eigenen Angaben einen Schritt voraus und bieten auch sicheren, digitalen Schutz für Angriffe an.

Professor Günter Laufer, Leiter der Herzchirurgie am Wiener AKH: "Ein Hacker-Angriff auf einen Herzschrittmacher ist im Bereich des Möglichen, aber kein reales Bedrohungsszenario. Es gibt auch Absicherung dagegen."

Matthias Lassnig, Gregor Brandl, Dr. Wolfgang Exel und Christoph Matzl, Kronen Zeitung

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