Fr, 27. April 2018

Gewaltexzesse

29.03.2017 09:17

Rapoldipark: "Angst ist ein ständiger Begleiter"

Der Innsbrucker Rapoldipark - ein grünes Fleckchen zum gemütlichen Verweilen? Leider nicht wirklich! Nicht zuletzt der Gewaltexzess zweier Nordafrikaner am Wochenende brachte die schöne Grünanlage einmal mehr in Verruf. Zahlreiche Anrainer sind verzweifelt, eine gewisse Angst und große Unsicherheit gehen um.

Alles andere als gut ist der Ruf, der seit vielen Jahren dem Rapoldipark vorauseilt. Die Grünanlage in Pradl ist nicht nur berüchtigter Dreh- und Angelpunkt der nordafrikanischen Drogenszene, sondern auch immer wieder Schauplatz von Gewalttaten. Erst am Wochenende attackierten dort zwei Nordafrikaner einen Tiroler (31) mit einer Glasflasche. Als er am Boden lag, traten sie auch noch auf ihn ein. Zwei Passanten, die zu Hilfe geeilt waren, bekamen ebenfalls die Aggressionen des Duos zu spüren.

Immer wieder "krumme Geschäfte"

Anrainer sind ob solcher Vorfälle verzweifelt und verärgert gleichermaßen. Einer davon ist Wolfgang Montagnolli, der den Park gerne als Abkürzung auf dem Weg zur Arbeit nützt - zumindest in der Früh. "Wenn ich nicht muss, gehe ich am Abend nicht durch den Rapoldipark. Oft tummeln sich dort kleinere Gruppen herum, meist so um die fünf Personen. Man weiß ja nie. Ein gewisses Angstgefühl ist immer vorhanden", erzählt er im "Krone"-Gespräch.

Nicht erst einmal habe er krumme Geschäfte beobachtet. Teils könne man Drogendeals von nahegelegenen Restaurants quasi live mitverfolgen. Viele Eltern würden sich um ihre Kinder sorgen. "Mit der Szene muss endlich etwas passieren", lautet der Grundtenor.

Polizei kündigt "konzentrierte Aktion" an

Innsbrucks Stadtpolizeichef Martin Kirchler sagt auf "Krone"-Anfrage, dass die aktuelle Situation im Park deutlich besser ist, als sie teilweise (etwa 2006) schon gewesen ist. "Es ist aber noch lange nicht so, wie wir es haben wollen." Demnächst werde es eine "konzentrierte Aktion" geben…

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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