Do, 23. November 2017

Vor Ort reanimiert

29.03.2017 09:07

21-Jährige bei CO-Unfall schwerst verletzt

Rettung in letzter Sekunde: Eine 21-Jährige ist am Dienstagabend bei einem Kohlenmonoxid-Unfall im Wiener Bezirk Margareten lebensbedrohlich verletzt worden. Die junge Frau war im Badezimmer plötzlich zusammengebrochen, die Einsatzkräfte der Rettung mussten sie noch vor Ort reanimieren. Die Frau wurde mit einer schweren CO-Vergiftung ins Spital gebracht, ihre Mutter wurde ebenfalls verletzt.

Wie Polizeisprecherin Irina Steirer gegenüber krone.at berichtet, hatten Nachbarn gegen 20.30 Uhr Schreie aus der Wohnung der Familie in der Laurenzgasse gehört und daraufhin die Einsatzkräfte alarmiert. Beim Eintreffen der Polizei hatte der Vater der 21-Jährigen bereits die Tür zum Badezimmer aufgebrochen.

Das giftige, aber geruchlose Gas war aus einer Gaskombitherme ausgetreten und hatte sich bereits weithin ausgebreitet: "Das CO-Meldegerät, das unsere Mitarbeiter seit einigen Jahren standardmäßig am Rucksack tragen, hat schon im Stiegenhaus angeschlagen", berichtete Corinna Had, Sprecherin von der Berufsrettung Wien.

Bewusstlose 21-Jährige aus Wohnung getragen
Gemeinsam mit den Einsatzkräften der Rettung trugen die Polizisten die Bewusstlose aus der Wohnung. Die 21-Jährige musste sofort notfallmedizinisch versorgt und kurzfristig sogar reanimiert werden. Ihre 48 Jahre alte Mutter hatte ebenfalls eine leichte CO-Intoxikation erlitten. Beide Frauen wurden in Spitäler gebracht.

Weitere sieben Bewohner des Hauses wurden vom Katastrophenzug der Berufsrettung Wien vor Ort betreut. Was genau zu der gefährlichen CO-Konzentration geführt hat, ist bislang noch unklar, sagte Gerald Schimpf von der Berufsfeuerwehr gegenüber APA. Infrage kommen eine Behinderung beim Abzug oder eine Störung der Therme.

20 Wohnungen von Feuerwehr durchsucht
Die Feuerwehr evakuierte, ausgerüstet mit Atemschutz, das gesamte Gebäude und durchsuchte rund 20 Wohnungen rund um den Unfallort, um sicherzustellen, dass Nachbarn nicht in Gefahr gerieten. "Kohlenmonoxid kann durch die Wände durchdiffundieren oder sich durch Lüftungskanäle verbreiten", erläuterte Schimpf.

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