Do, 14. Dezember 2017

Unterschätzte Gefahr

28.03.2017 15:52

Immer mehr Cyber-Angriffe auf Mittelständler

Mittelständler geraten zunehmend in die Klauen von Internetkriminellen. Bereits mehr als jedes vierte Unternehmen (28 Prozent) in Deutschland hat durch Cyber-Angriffe finanzielle oder materielle Schäden erlitten, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Forsa-Umfrage für den Versichererverband GDV hervorgeht.

Ein Grund für erfolgreiche Hacker-Attacken sei mangelndes Bewusstsein der Firmen für Gefahren aus dem Netz. Zwar halten demnach drei Viertel der Manager das Risiko durch Cyber-Kriminalität im Mittelstand insgesamt für hoch, für ihren eigenen Betrieb sieht aber nur ein gutes Drittel Gefahren. In den Augen vieler ist das eigene Unternehmen zu klein oder die anfallenden Daten sind nicht interessant für Kriminelle.

"Das ist ein gefährlicher Irrglaube", sagte GDV-Präsident Alexander Erdland in Berlin. "Die Kriminellen wissen, wie sie auch vermeintlich uninteressante Daten zu Geld machen - nämlich indem sie einfach die Daten sperren und Lösegeld kassieren." Für einen solchen Angriff sei kein Unternehmen zu klein.

Des einen Leid, des anderen Freud
Die Branche erhofft sich davon künftige Geschäfte. Derzeit bieten zehn bis 15 Unternehmen Cyberversicherungen an, sagte GDV-Experte Thomas Pache vom Branchenriesen AIG. "Ich gehe davon aus, dass sich das sehr weit verbreiten wird in den nächsten drei bis vier Jahren." Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG schätzt, dass Unternehmen und Privatkunden in spätestens 20 Jahren mehr für den Schutz gegen Internet-Risiken ausgeben als für die Auto-Versicherung. Die Experten erwarten, dass der Markt für Cyber-Policen allein in Deutschland bis 2036 auf bis zu 20,4 Milliarden Euro wächst.

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Redaktion
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