Fr, 20. April 2018

Hinweise erbeten

27.03.2017 16:50

Brüder-Bande ging Polizei ins Netz

"Die Brutalität dieser Verdächtigen kannte keine Grenzen", sagt ein Ermittler. Wie lange die Brüder-Bande, die ihre kriminelle Spur durch Wien und Niederösterreich gezogen haben soll, schon aktiv war, ist unklar. Fest steht aber: Raubermittler des niederösterreichischen Landeskriminalamtes haben die sechsköpfige albanisch-türkische Gruppierung nun zerschlagen.

Nach Observationen wurden die Männer Anfang März mit Unterstützung des Einsatzkommandos Cobra an Adressen in Wien festgenommen. Vier Verdächtige sind in Wiener Neustadt inhaftiert, zwei in Wien.

Die Ermittlungen hinsichtlich weiterer Straftaten dauern noch an. Das Landeskriminalamt Niederösterreich ersucht um weitere Hinweise unter der Telefonnummer 059133/30-3333.

Was bis dato offiziell aktenkundig ist:

  • Die Entführung eines Türken (40) am 20. November 2016: Der Mann wurde laut Polizeibereicht gezwungen, in ein Geländefahrzeug zu steigen und nach Bad Vöslau gebracht. Mit vorgehaltenen Messern hätten die mutmaßlichen Täter Geld und Dokumente gefordert und die Oberschenkel ihres Opfers mit Messern durchbohrt, bevor es "um sein Leben flehen musste".
  • 18. Dezember 2016: Es war kurz vor 4 Uhr, als ein Freund des ersten Opfers von der Bande zu einer Party in ein Lokal in Wien-Meidling eingeladen wurde. Dort angekommen, wurde der Türke angeblich von einem Teil der nun Verhafteten erwartet und mit Pistolen verprügelt, bevor ihm zwölfmal ein Messer in den Körper gerammt worden sei.
  • Die vorerst letzte mutmaßliche Tat vor der Verhaftung: ein Streit in einem Wiener Rotlichtlokal - weil der Musiker laut Polizei nicht das Wunschlied der Männer spielte, sei mit einer Pistole einfach durchs Lokal gefeuert worden.

Kronen Zeitung/red

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