Mo, 20. November 2017

Thema Erziehung

28.03.2017 07:01

So gibt‘s keine Missstimmung beim Sprössling

Schlechtes Wetter schlägt gern aufs Gemüt. Mit diesen Ideen lassen Sie keine Missstimmung im Kinderzimmer aufkommen.

Die gute Stimmung daheim schlägt plötzlich wie das Wetter um? Und wie nun die Jüngsten bei Laune halten, wenn der Bewegungsdrang doch so groß ist? Ein Parcours durch die Wohnung ist schnell gestaltet. Überall in den eigenen vier Wänden Hindernisse aufstellen, unter denen man durchkrabbeln und über die man hüpfen kann. Unter einen Stuhl kriechen, über einen kleinen Bücherstapel springen, einen alten Rock der Mutter dreimal an- und ausziehen. Vielleicht hat der Dreikäsehoch eine gute Idee beim Gestalten.

So richtig flink und wendig
Oder wie wäre es mit einem lustigen Wettlauf? Zuerst eine Strecke festlegen, die Kinder an der Startlinie antreten lassen. Doch statt loszulaufen, müssen sie sich auf andere Art und Weise fortbewegen. Wer hüpft am raschesten ins Ziel? Oder wer kann hoppeln wie ein Hase und ist dabei noch richtig flink? Weitere Varianten: mit den Fingern an den Ohren oder mit einer Hand hinter dem Rücken laufen. Kinder lieben es, mit Decken und Leintüchern ein Zelt zu bauen. Das fördert die Fantasie, bietet gleichzeitig ein kleines Abenteuer im eigenen Kinderzimmer und ist ein kuscheliger Rückzugsort, wenn die Kleinen auch mal Ruhe brauchen.

Kommentar von Eltern-Kids-Coach Nina Petz
"Unser Sohn (7) strapaziert momentan derart meine Nerven, dass ich ihn letztens für eine Auszeit in sein Zimmer geschickt habe. Meine Freundin sagt, das sei schädlich?!"

Ihre Freundin hat recht! Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass viele verhaltensauffällige Jugendliche in der frühen Kindheit Erfahrungen mit "Zimmer-Arrest" gemacht haben. Auszeiten bringen auch nur einen scheinbaren Erziehungserfolg. Der Nachwuchs gibt zwar irgendwann klein bei und wirkt "einsichtig", innerlich fühlt er sich aber abgelehnt, herabgesetzt und gedemütigt. Zusätzlich verzweifelt das Kind innerlich und wird wütend.

Es lernt mit Auszeiten zunehmend, negative Gefühle wie Ärger und Wut zu verstecken. Doch weil das natürlich nicht dauerhaft funktionieren kann, lebt es diese Gefühle auch bald außerhalb des Elternhauses aus. Nicht selten baut sich eine chronische Wut auf, und der Nachwuchs lässt seinen Emotionen im Kindergarten oder auch in der Schule lauthals freien Lauf.

Ihr Sohn braucht Sie gerade in emotionalen Situationen sehr! Die Auszeit verschafft Ihnen zwar eine kurze Verschnaufpause, Ihr Sohn erlebt diese aber als verstörende Trennung von seiner wichtigsten Bezugsperson.

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Susanne Zita, Kronen Zeitung

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