So, 22. Oktober 2017

Höhere Tarife

27.03.2017 09:56

„Seelenärzte“ wollen mehr Geld!

"Existenzbedrohend" ist für den oberösterreichischen Berufsverband der Psychotherapeuten der Stundentarif von 65 Euro für Kassenpatienten. Bei einem runden Tisch mit der Politik und Krankenkasse-Vertretern will der Landesvorsitzende der Psychotherapeuten, Wolfgang Schimböck, eine Erhöhung auf 90 Euro erreichen.

Den von der Regierung und Krankenkassen geplanten Ausbau der Psychotherapie hält auch der  oberösterreichische Berufsverband der Psychotherapeuten für dringend notwendig. Allerdings nur mit einer Tarifanpassung. Denn mittlerweile sind zwei Drittel der rund 150.000 behandelten Personen  in Oberösterreich Kassenpatienten.  "Psychotherapeuten  können wirtschaftlich nur überleben, wenn sie mindestens zwei Drittel Privatpatienten haben. Diese zahlen rund 90 Euro für eine einstündige Behandlung. Früher war die Aufteilung der Patienten noch so", erklärt Verbandsboss Wolfgang Schimböck. Deshalb fordert er  auch für  Kassenpatienten einen Tarif von 90  statt derzeit 65 Euro.

"Existenz ist gefährdet"
"Ohne  eine tragbare Tarifsituation ist die Existenz einer ganzen Berufsgruppe gefährdet", rechnet Schimböck  mit mehr Patienten. Mit einer psychischen Erkrankung wird mittlerweile viel offener umgegangen. Vor allem  die sogenannten Angststörungen und Überlastungssyndrome haben im Land stark zugenommen.

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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