Mi, 17. Jänner 2018

Die gute Nachricht

25.03.2017 13:14

Strafzettel-Storno nach Notfall in Innsbruck

Vor knapp einem Monat erblickte der kleine Leo aus Innsbruck das Licht der Welt. Aber das Glück der Familie wurde vor einer Woche getrübt: Leo musste auf die Intensivstation der Klinik. Seine Mama parkte das Auto in der Kurzparkzone und bekam prompt zwei Strafzettel. Diese wurden nun jedoch von der Stadt storniert.

"Als ich das Auto abgestellt hatte, wusste ich nicht, dass wir auch über Nacht bleiben mussten. In der Aufregung dachte ich dann auch nicht mehr an das abgelaufene Parkticket", schildert die Mama des kleinen Leo. Und da der Papa zuhause die kranke Schwester von Leo pflegte, konnte auch er das Fahrzeug nicht abholen. Die Folge: Ein Kontrolleur bestrafte das Fehlverhalten und zwar mit zwei Strafzetteln in der Höhe von je 25 €.

160.000 Verfahren im Jahr

Die Familie wandte sich dann an einen Mitarbeiter des Strafamtes der Stadt Innsbruck. Doch dieser nahm die Strafzettel (vorerst) nicht zurück. "Wir wickeln rund 160.000 Verfahren im Jahr ab. Die Mitarbeiter im Parteienverkehr haben keinen großen Spielraum", sagt Elmar Rizzoli, Leiter der Abteilung Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen.

"Bei Notfälle ziehen wir Strafzettel zurück"

Aber jedes einzelne Verfahren werde in einem zweiten Schritt von weiteren Zuständigen überprüft. "Stellt sich dann heraus, dass es sich tatsächlich um einen Notfall handelte, ziehen wir den jeweiligen Strafzettel zurück", sagt er. Und genau das ist auch im Fall des kleinen Leo passiert: Beide Strafzettel wurden storniert. Auch Leo geht es besser.

Jasmin Steiner, Kronen Zeitung

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