Do, 23. November 2017

Unterschätzte Gefahr

24.03.2017 08:34

Zahl von Unglücken durch überhitzte Akkus wächst

Die Zahl elektronischer Geräte mit wiederaufladbaren Batterien wächst - entsprechend häufen sich weltweit Unglücke im Zusammenhang mit überhitzten Akkus. "Diese Zahl nimmt in den letzten Jahren exponentiell zu", sagte Hans-Hermann Drews vom Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer in Karlsruhe.

Allein 2015 seien weltweit fünf Milliarden Akkus für Handys bzw. Smartphones, E-Bikes, Notebooks, Werkzeuge, Drohnen oder auch Hoverboards verkauft worden. Die hohe Verbreitung der leistungsstarken Energiespeicher in Geräten des täglichen Gebrauchs mache sie zu ganz normalen Begleitern, bei vertrauten Dingen würden Risiken jedoch oft unterschätzt, so Drews.

"Mit der steigenden Zahl der Akkus erhöht sich auch die Anzahl der dadurch ausgelösten Brände. Die meisten Menschen gehen zu sorglos mit den Akkus um." Denn die hohe Energiedichte der Akkus mache sie unter bestimmten Bedingungen brandgefährlich. Brandauslöser können demnach technische Mängel oder unsachgemäßer Umgang sein.

Besonders kritisch ist die Ladephase. Dort entstehen laut Drews die meisten Brände. Die wichtigsten Ursachen sind falsche, nicht kompatible Ladegeräte oder -kabel, beschädigte Akkus oder eine Tiefentladung, die auftreten kann, wenn der Akku längere Zeit nicht genutzt oder bei Kälte gelagert wurde.

Wenn der Akku "thermisch durchgeht"
In diesen Fällen können beim Ladevorgang hohe Temperaturen entstehen, die zum sogenannten "thermischen Durchgehen" führen - der Akku gerät hierbei in Brand oder explodiert sogar. "Das Herzstück eines Elektrofahrrades ist beispielsweise ein besonders leistungsstarker Lithium-Akku-Block, der aus vielen einzelnen Zellen besteht. Eine defekte Lithium-Zelle kann sich bis auf 800 Grad erhitzen und eine Kettenreaktion hervorrufen. Die Explosion kann dann heftig sein", erläutert der Fachmann.

Ein grundsätzliches Problem mit der Technologie gibt es nach Expertenmeinung zwar nicht, eine realistische Alternative zu den potenziell gefährlichen Akkus bislang allerdings auch nicht.

 krone.at
Redaktion
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