Mo, 20. November 2017

Vermisstenfall

23.03.2017 16:24

Schwiegervater streitet Mord an Jennifer (26) ab

Ein mysteriöser Mordfall (noch) ohne Leiche - das Schicksal jener 26-jährigen Wörglerin, die seit fast zwei Monaten spurlos verschwunden ist, ist weiterhin völlig unklar. Wie berichtet, wurde ihr Schwiegervater (42) wegen Verdachts des Mordes verhaftet. Am Donnerstag ging es für den Untersuchungshäftling ins Unterland, wo mit ihm die Ereignisse vom Abend des Verschwindens der Jungmutter rekonstruiert wurden. Mit einem Mord will er nichts zu tun haben.

Donnerstag Vormittag, kurz vor 10.30 Uhr: Ein Kleinbus bog mitsamt zwei begleitenden dunklen Autos in einen Parkplatz am Hechtsee ein. Ermittler der Polizei stiegen aus, ein zu diesem Zeitpunkt noch im Bus sitzender Mann folgte den Beamten wenig später - streng bewacht und mit Handschellen gesichert.

Es war der Schwiegervater von Jennifer V. (26), also von jener Frau, die seit dem 2. Februar abgängig ist. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts des Mordes - und das obwohl noch nicht einmal die Leiche der zweifachen Mutter entdeckt wurde. "Aufgrund der Umstände müssen wir davon ausgehen, dass die junge Frau nicht mehr am Leben ist", heißt von Seiten der Justiz. Über Details hält man sich nach wie vor sehr bedeckt.

Aber was sollte nun der Auflauf am Hechtsee? Es ging offenbar um die Rekonstruktion jener Ereignisse, die sich am Abend des 2. Februar, also zur Zeit des Verschwindens von Jennifer V., abspielten. Der Bruder des 42-jährigen Tatverdächtigen schildert gegenüber der "Krone": "Mit seinem Taxi holte er Jennifer damals zwischen 18 und 19 Uhr von der Arbeit in Kundl ab. Um mit ihr zu reden, warum sie seinen Sohn verlassen wolle."

Stieg Jennifer V. in einen schwarzen BMW ein?

Die Fahrt führte sie offenbar nach Brixen im Thale, wo der 42-Jährige seine Schwiegertochter bei einem Supermarkt aussteigen ließ. "Dort beobachtete mein Bruder dann, wie Jennifer in Richtung eines schwarzen BMW 5 ging. Laut seinen Angaben war dies auch das letzte Mal, dass er die zweifache Mutter gesehen hat. Heißt also: Mit dem möglichen Mord an der 26-jährigen will der Untersuchungshäftling nichts zu tun haben.

Dubiose Kurznachrichten: Nicht von Jennifer selbst?

Brisante Details bringt hingegen Lazar O., der Bruder der vermissten Frau, ins Spiel. Er erzählt im "Krone"-Gespräch von dubiosen SMS, die Jennifer kurz nach ihrem Verschwinden ihrem Ehemann geschrieben haben soll. "Es ging um einen Vorfall, der schon länger zurück liegt. Darum, dass sie den Schwiegervater erpresst habe und dass dies alles gelogen sei", schildert O., der in München lebt. Der Ehemann habe ihm das SMS gezeigt. Und er sei gleich misstrauisch gewesen. "Das kam nicht von meiner Schwester. Sie hätte sich über ihre Kinder und Mutter informiert!"

Brisant: Tags darauf kam offenbar erneut ein SMS. Der Inhalt: Genau das, was O. beanstandet habe. Man solle der Mutter Bescheid geben, dass sie sich melden werde und der Mann solle sich um die Kids kümmern.

Laut den Ermittlern vom LKA Tirol gebe es in diesem Fall zahlreiche (dubiose) Gerüchte, kommentieren wollte man diese aber nicht.

Hubert Rauth und Hubert Berger, Kronen Zeitung

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