Mo, 23. Oktober 2017

Nachfolger

23.03.2017 15:12

Neuer Stadtjäger sorgt für Gämsendiät

Ein Dutzend Gämsen leben mitten in der Stadt Salzburg auf dem Kapuzinerberg. Bis zu seinem Tod im Dezember 2016 hat sich Stadtjäger Sepp Wiesner liebevoll um die Tiere gekümmert. Donnerstag wurde Wiesners Nachfolger, Manuel Kapeller vorgestellt. Bald gibt es leichtere Kost für die Kapuzinerberg-Gämsen.

Seit Jänner ist der 23-jährige Mittersiller Manuel Kapeller neuer Stadtjäger - zuständig vor allem für das Revier Kapuzinerberg - in dem vor allem eines nicht gemacht wird: Gejagt. "80 Prozent meiner Arbeit ist Forstarbeit", so Manuel Kapeller: Mit Stadtwald-Experten Josef Brawisch betreut er auch die rund 1.100 Hektar Stadtwald: "Zwei oder drei Mal pro Woche sehe ich nach den Gämsen und füttere sie." Für seinen Vorgänger als Stadtjäger, Josef Wiesner, der im Dezember im Alter von 82 Jahren verstorben ist, waren die Kapuzinerberg-Gämsen wichtigster Lebensinhalt: Mit seinen Lockrufen "Burli, Burli" zähmte er die Tiere, sodass sie kaum Scheu vor den Menschen zeigten.

Salzburgs zuständiger Vizebürgermeister Harald Preuner schmunzelt: "Er hat die Kapuzinerberggämsen verwöhnt. Viele waren eindeutig zu gut genährt, sind deshalb auch manchmal am Steilhang abgekugelt. Jetzt versuchen wir die Tiere ein bisschen auf Diät zu setzen."

Neue Tiere werden angesiedelt
Hauptbestandteil der Gämsen-Fütterung werden daher Heu und Laub sein, im Winter gibt es zusätzlich eine Getreidemischung. "Sieben Stück Gämsen sind von meinen eigenen Beobachtungen her bereits gesichert", so der neue Stadtjäger: "Wir nehmen an, dass die derzeitige Population etwa ein Dutzend Tiere zählt." Hegen und pflegen wird seine Hauptaufgabe sein.

Und die Stadt will alles tun, um einen gesunden Gamswildbestand auf dem Hausberg zu sichern. Vize-Bgm. Harald Preuner: "Dazu werden wir auch neue Tiere hier ansiedeln." Anrainer an der Steingasse und der Arenberggasse hatten in den letzten Jahren wiederholt geklagt, dass die Gämsen auch ihre Gärten plündern und selbst vor Blumenbeeten nicht zurückschreckten. Ein Luxus-Problem. Denn: Wer hat schon eine Gämse im Garten zu Gast. Für den Pinzgauer Manuel Kapeller ist in jedem Fall ein Traum in Erfüllung gegangen: "Ich war zuvor zwei Jahre im Bezirksforstdienst der BH Zell am See, als der Posten eines Salzburger Stadtjägers ausgeschrieben wurde, habe ich mich natürlich sofort beworben."

Wolfgang Weber, Kronen Zeitung

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