Mo, 23. Oktober 2017

Viele Rätsel bleiben

23.03.2017 09:56

Einbetonierte Leiche: Beruhigungsmittel im Magen

Das toxikologische Gutachten liegt vor - die Todesursache ist dennoch weiterhin unklar: Bei jener 42 Jahre alten Frau, deren Leiche einbetoniert im Keller eines 40-jährigen Steirers gefunden wurde, konnte kein Hinweis auf Drogenmissbrauch festgestellt werden. Wohl aber wurden im Magen Rückstände eines Beruhigungsmittels gefunden. "Eine Überdosis damit ist möglich, aber eher selten", so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Leoben, Carolin Weißenbacher.

Im Magen der Toten waren demnach Tablettenreste entdeckt worden. Die Analyse ergab, dass es sich dabei um ein Beruhigungsmittel mit dem Wirkstoff Oxazepam handelt. Dieselben Tabletten hatte auch der 40-Jährige genommen, der sich an nichts erinnern will. Er war neben der Toten aufgewacht und betonierte daraufhin "in Panik" die Leiche im Keller ein. "Interessant ist, dass dieser Wirkstoff auch Amnesie zur Folge haben kann, das würde also passen", führte die Staatsanwältin aus.

"Todesursache wissen wir trotzdem nicht"
Doch das Gutachten brachte keine restlose Klärung des spektakulären Falles: "Die Todesursache wissen wir trotzdem nicht", sagte Weißenbacher. Die gerichtsmedizinische Untersuchung hatte ergeben, dass die Frau keinen Herzinfarkt gehabt hatte, auch fehlten Spuren von Gewalt.

Weitere Ermittlungen sind nicht geplant, nach dem Abschlussbericht wird es zumindest eine Anklage gegen den Obersteirer wegen Störung der Totenruhe geben.

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Redaktion
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