Fr, 24. November 2017

„Krone“ in London

23.03.2017 06:03

Nach Anschlag: „Die Stadt ist im Ausnahmezustand!“

Für ein ausführliches Interview rund um das Thema Brexit reiste "Krone"-Redakteur Kurt Seinitz am Mittwoch zu unserem Botschafter Martin Eichtinger nach London. Ein Thema, das binnen Sekunden weit in den Hintergrund rückte: Eichtinger musste den Termin kurzfristig absagen - er war wegen der Ereignisse rund um den Terroranschlag mit rund 500 weiteren Personen im Parlament gefangen. Und lieferte der "Krone" einen Live-Bericht.

Eichtinger hat die dramatischen Momente kurz nach dem Terrorakt hautnah miterlebt. Der 55-Jährige befand sich gerade im Parlament, als auf der Westminster Bridge vor dem Parlament der Attentäter in die Fußgängergruppe raste.

Es fielen Schüsse, man hörte Schreie. Und die Sicherheitskräfte reagierten sofort: Das imposante Gebäude wurde abgeriegelt, niemand durfte mehr hinein oder hinaus. Premierministerin Theresa May - es war gerade eine Sitzung im Gang - wurde durch einen Geheimtunnel evakuiert.

"Aus Sicherheitsgründen werden wir hier in der Central Hall festgehalten", schildert der Diplomat unserem Kollegen Kurt Seinitz die dramatischen Momente am Telefon, "es herrscht große Aufregung." Mit geschätzten 500 weiteren Personen musste Eichtinger ausharren, während draußen das Westminster-Viertel weiträumig abgeriegelt wurde.

Hubschrauber kreisten über London, um mögliche Mitttäter aufzuspüren, bis in den späten Abend waren Sirenen zu hören. Seinitz: "Die Stadt ist im Ausnahmezustand!"

Gedenken an den Terror von Brüssel
Zufall oder eiskalt geplant? Der Anschlag von London fiel genau auf den Jahrestag des Terrors von Brüssel. Am 22. März 2016 starben bei Attentaten auf dem Flughafen und die U-Bahn der belgischen Hauptstadt 32 Menschen. An der Gedenkzeremonie nahmen auch das belgische Königshaus sowie die Regierungsspitze teil, die Namen der Opfer wurden verlesen. Ein Jahr später trauert London.

Kronen Zeitung

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