Fr, 24. November 2017

110-kV-Leitung

22.03.2017 16:58

Natur holt sich Trasse zurück

Die gerodete Trasse für den geplanten Bau einer 110-kV-Stromleitung bei Villach wird der Natur zurückgegeben. Obwohl die Bauarbeiten nicht abgeschlossen sind, muss der Energiekonzern Kelag 30.000 Jungpflanzen setzen. Der Grund ist ein langes Behördenverfahren.

Das ist die nächste kuriose Episode im Streit um den Bau einer 110-Kilovolt-Stromleitung im Süden Villachs. Zur Erinnerung: Nachdem der Verwaltungsgerichtshof nach Beschwerden einen Umwelt-Bescheid hatte aufheben lassen, wurde ein Baustopp verfügt. Seitdem liegen gerodete Flächen brach, Fundamente und Masten stehen, die Stromleitung fehlt aber.

Obwohl die Bauarbeiten nicht abgeschlossen sind, müssen die Flächen jetzt aufgeforstet werden. "Im ursprünglichen Forstbescheid steht, dass wir die Aufforstung der Trasse bis 30. Juni durchführen müssen", erklärt Herbert Fuchs, Geschäftsführer KNG-Kärnten Netz GmbH. Und an diesen Bescheid muss sich die Gesellschaft halten, obwohl man ja weiterbauen will: 30.000 Jungpflanzen, vor allem Laubhölzer, aber auch Nadelhölzer werden gesetzt.

Auch die errichteten Bauwege zu den Masten müssen wieder zurückgebaut und renaturiert werden. Wie Fuchs erklärt, können die Jungpflanzen allerdings stehenbleiben, auch wenn die Bauarbeiten weitergehen sollten. Denn die noch fehlende Leitung könne dann von der Luft aus per Helikopter in die Führungen gehoben werden. Wann es weiter geht, liegt beim Verwaltungsgerichtshof. In Wien wird entschieden, ob eine Umweltprüfung für das Leitungsprojekt notwendig ist.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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