Mi, 18. Oktober 2017

"Zuerst überlegen"

22.03.2017 11:21

FPÖ versucht mit Vortrag, Hass-Postings zu stoppen

Die Freiheitlichen versuchen offenbar, öffentliche Kommentare ihrer Funktionäre und Anhänger besser in den Griff zu bekommen. "Richtiger Umgang mit sozialen Medien" lautet das Motto eines "Stammtischs", zu dem die FPÖ in Salzburg für Freitag kommender Woche lädt. Untertitel: "Wie bewege ich mich in sozialen Netzwerken, ohne mich strafbar oder klagbar zu machen."

Das Coaching zur unbedenklichen Nutzung sozialer Medien wird von Landesparteichefin Marlene Svazek persönlich abgehalten. Man müsse das Bewusstsein fördern, dass Facebook nicht das private Wohnzimmer ist, sagte sie gegenüber dem ORF. "Es ist auch nicht der Stammtisch - sondern eine Plattform, wo man eine breite Öffentlichkeit erreichen kann. Da sollte man sich zweimal überlegen, ob man dieses oder jenes postet", so Svazek.

Strache musste Widerruf posten
In der Vergangenheit hatten bekanntlich nicht nur FPÖ-Anhänger mit fragwürdigen Postings für Wirbel gesorgt. Auch die Beiträge mancher führender FPÖ-Politiker in Sozialen Medien hatten für Aufregung bis hin zu juristischen Konsequenzen gesorgt. So musste jüngst sogar Parteichef Heinz-Christian Strache einen Widerruf auf seiner Facebook-Seite veröffentlichen, weil er einer SPÖ-Organisation Korruption vorgeworfen hatte.

FPÖ-Mitarbeiter wegen Holocaustleugnung gekündigt
Ein Mitarbeiter des FPÖ-Abgeordneten Christian Höbart soll auf Facebook einen Holocaustleugner gelobt und homophobe wie rassistische Hasspostings verfasst haben. Der Mitarbeiter wurde gekündigt. Ermittlungen der Innsbrucker Staatsanwaltschaft gegen den Tiroler FPÖ-Chef Markus Abwerzger wurden mittlerweile wieder eingestellt. Gegen Abwerzger war wegen des Verdachts auf Beitrag zur Verhetzung durch Unterlassung nach Kommentaren auf dessen Facebook-Seite ermittelt wurden.

Bereits im Jänner 2016 erstatteten die Grünen Anzeige gegen den FPÖ-Abgeordneten Gerhard Deimek. Deimek hatte am 10. Jänner 2016 einen Blogeintrag des deutsch-türkischen Autors Akif Pirincci auf Twitter gepostet, mit den Worten: "Sollten alle lesen, die auch in 50 Jahren noch Österreicher sein wollen. Und nicht Wegbereiter der Araber."

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Redaktion
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