So, 19. November 2017

Große Umfrage

24.03.2017 14:00

So lieben wir Österreicherinnen

Sexualität, Verhütung und Wechseljahre - im Rahmen des aktuellen Gynial-Frauengesundheits-Checks wurden 1000 Frauen aller Altersstufen befragt. Die Ergebnisse zeigen, wie die Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts wirklich "ticken".

"Mit einem Vorurteil muss ich gleich vorweg aufräumen", so die Wiener Sexualmedizinerin Dr. Elia Bragagna kürzlich bei der Pressekonferenz zum Thema. "Mädchen haben heute nicht früher Sex als ihre Mütter oder Großmütter. Das ,Einstiegsalter‘ liegt im Durchschnitt nach wie vor bei 17 Jahren." In puncto Verhütung vertrauen die Österreicherinnen beim ersten Mal auf das Kondom, 72 Prozent der 18- bis 29-Jährigen haben es benutzt.

Auf Verhütung verzichtet
"Erschreckend ist allerdings, dass immerhin 13 Prozent der jungen Frauen zunächst ganz auf Schutz verzichten", gibt Dr. Bragagna zu bedenken. "Mädchen sollten selbst Kondome eingesteckt haben! Das darf heute kein Tabu mehr sein." Eine Rolle spielt hier auch die Bildung: 20 Prozent der ehemaligen Pflichtschülerinnen gehen das Risiko einer Schwangerschaft und Krankheit ein, aber nur fünf Prozent jener mit Hochschulabschluss.

Allzu leicht nehmen es manche Österreicherinnen mit der Verhütung auch in ihrem weiteren Sexleben: Im Jahr 2017 gibt es immerhin noch 6 Prozent, die "aufpassen", sich also gar nicht schützen! Bedenklich ebenfalls die Tatsache, dass anscheinend immer noch der Irrglaube vorherrscht, Stillen würde vor erneuter Schwangerschaft wappnen. Das ist zumindest die Erklärung der Studienleiter, warum gut jede fünfte Jungmama im ersten halben Jahr nach der Geburt nicht zu Kondom und Co. greift.

Let´s talk about Sex
Die Pille ist die beliebteste Methode, um eine Schwangerschaft zu verhindern, jede fünfte Frau nimmt diese täglich ein. "Immer mehr besprechen die Verhütung mit dem Partner das finde ich wichtig, denn das Thema darf nicht nur an ,ihr hängen bleiben‘", freut sich Dr. Bragagna. Jüngere tauschen sich außerdem auch mit ihrer besten Freundin aus, für 69 Prozent ist der Arzt Ansprechpartner bei Pille, Pflaster etc.

Den Wechseljahren sehen die Österreicherinnen generell gelassen entgegen. Das Wissen darüber dürfte aber nicht ausgeprägt sein, schließlich konnte jede fünfte Befragte mit dem Begriff "Menopause" gar nichts anfangen. 50 Prozent verändern dadurch aber ihr Sexleben, viele haben weniger Lust. "Hier sind allerdings oft partnerschaftliche Probleme der wahre Grund, weniger körperliche Ursachen. Gegen diese kann man etwas unternehmen", gibt Dr. Bragagna zu bedenken.

Eva Greil, Kronen Zeitung

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