Mo, 20. November 2017

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22.03.2017 10:00

700 demonstrieren für Krankenhaus in Mittersill!

Das Land hat mittlerweile eine Standortgarantie abgegeben und den Bau neuer OP-Säle zugesichert, trotzdem kommt das Spital in Mittersill nicht zur Ruhe. Die SPÖ rief am Dienstag zur Demo, 700 Menschen folgten. "Der Oberpinzgau braucht weiter ein modernes Krankenhaus" war die zentrale Forderung.

Mediziner Peter Sturm wurde deutlich: "Im Sinne der Bevölkerung und unserer Gesundheitsversorgung braucht es endlich einen überparteilichen Schulterschluss. Das Management der Tauernkliniken müssen endlich die Tagesprobleme anpacken. Derzeit scheint es so, dass in einer nebulösen Zukunft gedacht und organisiert wird. Die Wahrheit muss auf den Tisch, selbst wenn sie den Untergang unseres Krankenhauses bedeuten würde."

Ein unhaltbarer Zustand
Mit dabei auch SPÖ-Chef Walter Steidl, Gewerkschafts-Chef Gerald Forcher und SPÖ-Pinzgau-Chef Walter Bacher: "Während die ÖVP die bestehenden Probleme unter den Teppich kehrt, spitzt sich diese immer mehr zu. Am vergangenen Wochenende musste aufgrund mangelnder Ärzte Patienten bereits abgewiesen werden. Sollte sich die Situation nicht urplötzlich verbessern, so wird die Interne ab April untertags nur noch mit einem Arzt besetzt. In der Nacht wird die Station zum Teil überhaupt ohne Arzt auskommen müssen, weil es nur mehr einen gibt, der allerdings zwischen Zell am See und Mittersill hin und her pendeln muss. Ein unhaltbarer Zustand."

Spitalsreferent Christian Stöckl (ÖVP) nannte die Aktion unverantwortliche Panikmache, der Standort steht außer Frage, das Spital wird modernisiert: "Steidl und Bacher könnten sich positiv einbringen, indem sie ihren Parteifreund Sozialminister Stöger auffordern, das in Österreich maßlos überzogen umgesetzte Arbeitszeitgesetz für die Ärzte zu novellieren."

Michael Pichler, Kronen Zeitung

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