Mo, 22. Jänner 2018

2016 fast 2200 Coups

22.03.2017 09:16

Frühling: Hochsaison für Radldiebe startet!

Der Frühling gab dieser Tage schon ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Höchste Zeit also, das verstaubte Fahrrad aus der Garage zu holen und es auf Vordermann zu bringen. Aber Vorsicht! Wer mit seinem Drahtesel unterwegs ist, sollte vor Dieben auf der Hut sein. 2200 Räder wurden in Tirol im Vorjahr gestohlen!

Vergangenen Donnerstag, mitten in Wattens: Unbekannte Diebe trieben in der Nacht auf privaten Parkplätzen ihr Unwesen. Sie ergaunerten laut Polizei mehrere abgeschlossene bzw. angekettete Fahrräder - zum Teil sündteure Gefährte, wie es heißt. Mit ihrer Beute ergriffen die Ganoven die Flucht, von ihnen fehlt jede Spur.

Kein Einzelfall, wie ein Blick auf die aktuelle Kriminalstatistik beweist! Allein im Vorjahr wurden in Tirol 2193 Drahtesel gestohlen. Das sind zwar um 60 bzw. fast drei Prozent weniger als 2015, aber doch deutlich mehr als noch etwa im Jahr 2013 mit 1778. Im Tirol-Vergleich wechselten einmal mehr in Innsbruck die meisten Fahrräder auf kriminelle Art und Weise ihre Besitzer. Unterm Strich wurden in der Landeshauptstadt über 1000 Diebstähle verzeichnet. Die Dunkelziffer der nicht angezeigten Delikte dürfte weitaus höher sein.

Nur knapp 6 Prozent der Diebstähle wurden geklärt

Wie schwierig es ist, Fahrraddieben das Handwerk zu legen, zeigt die Aufklärungsquote. Diese lag in Tirol mit nur 5,8 Prozent unter dem Österreich-Schnitt (7,4%). Heißt: Von 100 gestohlenen Fahrrädern konnten nur sechs den eigentlichen Besitzern zurückgegeben werden.

Ein erhöhtes Risiko für Raddiebstähle besteht laut Polizei vor allem im Bereich von Bahnhöfen, aber auch vor Schulen, Unis, Freizeiteinrichtungen oder Lokalen. Tipps des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ): Fahrräder immer versperren, Schloss um den Rahmen legen, bei Schlössern nicht den berühmten Sparstift ansetzen.

Hubert Rauth, Kronen Zeitung

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