Sa, 18. November 2017

„Krone“-Ombudsfrau

22.03.2017 18:00

Für Zahlung von Flug fiel unzulässige Gebühr an

Bei der Online-Buchung von Flügen und Reisen sorgen immer wieder Gebühren für die Zahlung mittels Kreditkarte für Ärger. So auch bei Robert R. aus Wien, dem von einem deutschen Reiseunternehmen für die Kreditkartenzahlung ein "Serviceentgelt" von 7,50 Euro verrechnet wurde. Für den VKI ist das nicht gesetzeskonform…

Über eine Internet-Flugsuchmaschine kam Robert R. auf die Seite eines deutschen Reiseunternehmens. Dort buchte er Flugtickets und musste nach Erhalt der Rechnung feststellen, dass ihm für die Verwendung der Kreditkarte als Zahlungsmittel ein Entgelt in Höhe von 7,50 Euro verrechnet worden war. "Während des gesamten Buchungsvorgangs war von diesem Betrag keine Rede", schilderte der empörte Wiener der Ombudsfrau. Seine anschließende Beschwerde wurde unter Verweis auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen jedoch abgeschmettert.

Das Unternehmen Thomas Cook teilte auf Anfrage mit, dass bei Zahlung mittels Kreditkarte sehr wohl auf das Serviceentgelt hingewiesen werde. Nachdem Herr R. die Allgemeinen Geschäftsbedingungen akzeptiert habe, gehe man davon aus, dass er damit einverstanden war. Alternativ hätte er auch auf eine Zahlungsart ohne Gebühr wechseln können. Kulanterweise werde man dem Wiener die bezahlte Gebühr nun aber erstatten.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat zu diesem Thema eine andere Auffassung. Laut dem österreichischen Zahlungsdienstegesetz sei es nämlich unzulässig, für die Verwendung bestimmter Zahlungsinstrumente, wie Kreditkarten, Entgelte zu verrechnen. Eine Ermäßigung für die Verwendung bestimmter Zahlarten sei hingegen erlaubt. Man vertrete außerdem die Ansicht, dass diese Regelung auch im Verhältnis zu Unternehmen im EU-Ausland zur Anwendung komme. Zur Gänze gerichtlich geklärt sei das jedoch noch nicht.

Die Ombudsfrau rät daher, bei Reise- und Flugbuchungen im Netz immer zweimal hinzuschauen, was genau verrechnet wird!

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