Fr, 24. November 2017

Demos im ganzen Land

21.03.2017 10:19

Bankangestellte gehen für mehr Lohn auf Straße

Hunderte Bankangestellte in ganz Österreich sind am Dienstag auf die Straßen gegangen, um für höhere Gehälter zu demonstrieren. Tenor: Die Banken machen wieder Gewinne, deshalb wollen auch die Mitarbeiter daran teilhaben. Gefordert wird "mindestens" ein Abschluss in der Bandbreite von KV-Lohnerhöhungen anderer Branchen. Die lagen zwischen 1,3 und 1,55 Prozent. Frust herrscht in den Belegschaften, weil überall umstrukturiert und Personal abgebaut werde. "Die Arbeitsbelastung explodiert", sagte Bank-Austria-Betriebsratschef Adi Lehner.

In Wien begannen die Proteste um 8 Uhr vor dem Erste-Campus beim Hauptbahnhof. Rund 300 Betriebsräte und Delegationen vor allem von Bank Austria, Erste Group und Erste Bank, BAWAG, Raiffeisen Bank International, Hypo Niederösterreich und Volksbank Wien waren bei dem Treffen vor Ort, ebenso auch Mitarbeiter der Nationalbank, der ÖVAG-Bad-Bank Immigon, wie auch von Bausparkassen oder Fondsgesellschaften.

Gestritten wird um die Löhne und Gehälter von rund 75.000 Mitarbeitern in der heimischen Kreditwirtschaft. Die Arbeitnehmer forderten zuletzt 1,60 Prozent mehr Gehalt. Die Arbeitgeber boten 0,8 Prozent plus 6,50 Euro - das hieße auf den Durchschnittsbezug eine Anhebung von 1,03 Prozent.

"Personalknappheit spüren wir alle"
"Bei allem Verständnis für die Argumente der Arbeitgeber - Strukturprobleme, Niedrigzinsen, Kostendruck, Kapitalvorgaben - die Personalknappheit spüren wir alle", sagte Lehner in seiner Rede am Gelände des Erste-Campus. Fakt sei aber auch, dass mäßige Lohnabschlüsse in den letzten Jahren keinen einzigen Job in den Banken gerettet hätten. Man liege sechs Zehntel auseinander. Wenn das die Branche retten solle, "dann stehen wir wirklich schlimm da", befand Lehner.

Vor der mittlerweile vierten Runde am 29. März hat die Gewerkschaft nun ihren Druck verschärft. Platzt auch diese Runde, sind weitere Proteste programmiert. Bei den Protestkundgebungen und Protestmärschen am Mittwoch - die auch in Linz und Innsbruck vor den Banken anberaumt sind - beließ man es bei Warnungen. Auch auf den mitgeführten Transparenten: "Ihr wollt weiter volle Kassen, dann muss auch die Erhöhung passen."

Proteste und Demos auch am Mittwoch
In Klagenfurt und Salzburg wird am Mittwoch demonstriert. Ein Protestmarsch in Graz, der eigentlich am Dienstag hätte stattfinden sollen, wurde ebenfalls auf Mittwoch verschoben.

 krone.at
Redaktion
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