Sa, 18. November 2017

CL-Teilnahme

21.03.2017 10:56

Müller kritisiert Red Bull: „Regelkonform? Nein!“

Red Bull und das Fußballgeschäft - ein Thema, das polarisiert. Nun hat sich auch Ex-Rapid-Sportdirektor Andreas Müller in einer Reportage kritisch über RB Leipzig und Red Bull Salzburg geäußert. Vor allem eine Teilnahme beider Klubs im internationalen Geschäft ist für den 54-jährigen Stuttgarter "absolut nicht regelkonform". Oben im Video sehen Sie Salzburgs Sieg gegen die Wiener Austria in der 26. Bundesliga-Runde.

Vor wenigen Wochen wurde folgende Frage von den Fußballfans heiß diskutiert: Was passiert, wenn sich sowohl RB Leipzig als auch Red Bull Salzburg für den internationalen Bewerb qualifizieren? Die UEFA könnte theoretisch dem in der jeweiligen Tabelle seines Landes schlechter platzierten Verein die Teilnahme an der Champions League verbieten. Der Grund: Es dürfen nicht zwei Klubs international im selben Bewerb starten, die vom selben Sponsor oder denselben Personen gesteuert werden. Sogar über einen Zwangsabstieg von Red Bull Salzburg wurde gemunkelt.

Doch wie die "Sport Bild" berichtet soll das Champions-League-Problem bereits geklärt sein. Die Salzburger Bullen generierten aus ihren Transfers die größte Summe, so dass der Anteil des direkten Investments von Dietrich Mateschitz unter 30 Prozent liegt. Diese 30-Prozent-Marke ist auch in den Regeln des Financial Fair Plays der UEFA festgelegt. Also dürften sowohl Red Bull Salzburg als auch RB Leipzig im Europacup starten.

In einer WDR-Reportage wurde das Red-Bull-Fußballimperium zum großen Thema und Ex-Rapid-Sportdirektor Andreas Müller übte harte Kritik: "RB Leipzig kommt wohl in die Champions League, Salzburg wird als Meister an der Qualifikation teilnehmen. Und man stellt sich dann schon die Frage: Ist das eigentlich noch konform mit den Regeln der FIFA und UEFA? Da sage ich absolut 'Nein'."

"Salzburg muss sich nach Leipzig richten"
Bei Red Bull blieb man trotz der UEFA-Causa nach außen hin gelassen. Müller sieht die Sache anders: "Es gibt mit Mintzlaff einen, der für beide Vereine zuständig ist. Ich kann mir vorstellen, dass in diesem Red-Bull-Gebilde Nervosität aufkommt. Eines ist ganz klar: Viele Dinge sind durch Ralf Rangnick und Mintzlaff vorgeben. Ich denke schon, dass sich Salzburg nach Leipzig richten muss."

Der Bernardo-Transfer oder auch die kuriose Verpflichtung von Marcel Sabitzer seien Beispiele dafür. Eine Klausel in Sabitzers Vertrag sollte einen Wechsel von Rapid zu Red Bull Salzburg verhindern. Doch Leipzig angelte sich den Stürmer und verlieh ihn einfach nach Salzburg. "Ich habe damals mehrmals betont, dass ich das nicht in Ordnung finde. Wir haben damals ernsthaft überlegt, den Schritt zu gehen, das von der UEFA prüfen zu lassen", betont Müller.

krone Sport
Redaktion
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