Sa, 25. November 2017

Gerichtsmediziner:

21.03.2017 10:17

Brite starb beim iPhone-Aufladen in der Badewanne

Ein 32-jähriger Brite hat einen tödlichen elektrischen Schock erlitten, weil er sein iPhone in der Badewanne laden wollte und zu diesem Zweck extra ein Verlängerungskabel ins Bad verlegt hatte. Die Polizei ging zunächst von einem Selbstmord auf, laut Gerichtsmedizinern habe es sich allerdings um einen Unfall gehandelt. Entdeckt wurde der Tote von seiner Frau.

Sie hatte den verunglückten Richard Bull bereits im Dezember leblos in der Badewanne vorgefunden und schwere Verbrennungen an ihm festgestellt - so schwer, dass sie von einem Gewaltverbrechen ausging. Die herbeigerufene Polizei ging laut einem Bericht der IT-Website "The Next Web" zunächst von einem Selbstmord aus, als sie das Kabel im Bad entdeckte.

Verlängerungskabel kam mit Wasser in Kontakt
Nach monatelanger Untersuchung haben Gerichtsmediziner nun einen Unfall als Todesursache identifiziert. Bull habe ein Verlängerungskabel vom Flur ins Bad gelegt und es in die Badewanne geführt, wo er sein iPhone-Ladegerät daran ansteckte.

Das Ladegerät habe er sich auf die Brust gelegt, das Verlängerungskabel soll aber in Kontakt mit Wasser gekommen sein und den tödlichen Zwischenfall ausgelöst haben. Das Smartphone dürfte der Tote in der rechten Hand gehalten haben: Die Verbrennungen, die Bull bei dem Zwischenfall am rechten Arm und an der Hand erlitten hat, sprechen dafür.

Frau und Bruder schockiert über tödlichen Unfall
Gefunden wurde Bulls Leiche von seiner Frau Tanya. Sie war völlig schockiert, ging aufgrund der schweren Verbrennungen zunächst von einem Verbrechen aus und alarmierte die Polizei. Die glaubte wiederum zunächst an einen Selbstmord: Für einen Unfall wirkte die Aktion fast zu unvorsichtig.

Der Bruder des Toten glaubt, Bull sei sich der Gefahr nicht bewusst gewesen. Er erklärt: "Ich lebe in den USA und sie sagen, das kann nicht passieren, dass dafür gar nicht genug Strom da ist. Aber in England ist es genug. Man glaubt nicht, dass genug Strom da ist, aber es ist genug da!" Tatsächlich liefern US-Steckdosen nur eine elektrische Spannung von rund 120 Volt, während in den meisten anderen Ländern, darunter auch Großbritannien, mehr als 220 Volt aus der Steckdose fließen.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden