Di, 12. Dezember 2017

Prämie ausgesetzt

21.03.2017 09:08

Schwäne in Wien verletzt: Tierquäler am Werk?

Ein Schwan am Mühlwasser im 22. Bezirk hielt am Freitag die Wiener Einsatzkräfte in Atem: Eine Tierfreundin hatte bemerkt, dass ein Angelhaken im Schlund des Tieres steckte und alarmierte umgehend das Veterinäramt, die Feuerwehr und den Wiener Tierschutzverein (WTV). Dem Tier konnte geholfen werden - zahlreichen anderen Schwänen allerdings nicht.

Das Schwanmännchen aus dem Mühlwasser konnte eingefangen und der Angelhaken operativ entfernt werden. Der Tierarzt geht davon aus, dass der Schwan wieder komplett genesen wird und keine bleibenden Schäden davonträgt. Am Montag wurde das Tier schließlich wieder freigelassen - am Mühlwasser, wo seine Gefährtin gerade Eier ausbrütet.

Ermordete Schwäne gefunden
Kein glückliches Ende gab es für drei weitere Schwäne, die man in den vergangenen Wochen tote aufgefunden hatte. Ein junges Tier nahe der U6-Station Neue Donau hatte ebenfalls einen Haken im Körper, ein anderer Schwan wurde mit umgeknickten Hals gefunden, einem dritten war der Fuß abgerissen worden. Tierschützer berichten von insgesamt neun verschwundenen Schwänen.

Prämie auf Hinweise ausgesetzt
Die grausamen Funde erinnern an den Sommer 2016: Damals barg man eine gesamte Schwanenfamilie tot aus dem Wasser. Die Vögel waren offenbar durch Gewalteinwirkung verendet, ihnen waren ebenfalls die Hälse verdreht worden. Tierschützer halten es daher durchaus für möglich, dass ein oder mehrere Tierquäler es auf Schwäne abgesehen haben. FPÖ-Umweltsprecher Udo Guggenbichler setzte bereits 500 Euro Prämie für den entscheidenden Hinweis aus.

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