Mo, 11. Dezember 2017

Zederhaus-Tunnel:

21.03.2017 08:14

"Tag des Glücks": Ab 11 Uhr war dann Ruhe

...und dann war Stille. Um 11 Uhr gab Autobahnmeister Bernd Essl in Zederhaus das Signal -seither rollt der Verkehr der Tauernautobahn durch den 1500 Meter langen Lärmschutztunnel. Das wurde am Montag von Bürgern und Verantwortlichen gebührend gefeiert. Für den Lungau wahrlich ein "Tag des Glücks".

Seit 2013 ist der 20. März von der UNO festgelegter "Weltglückstag". "Für uns war das also ein Tag mit Doppelglück", schmunzelte Alfred Pfeifenberger, Bürgermeister von Zederhaus. Und so mancher der 1200 Bewohner witzelte mit leiser Vorahnung: "Da werden wir ein paar Nächte nicht schlafen können, wenn wir so gar nichts mehr hören ".

Dieser Montag war wahrlich ein Tag das Glücks. 40 Jahre zerschnitt die Tauernautobahn das enge Tal in den Radstädter Tauern. "Wir werden die Ruhe im Ort genießen", erinnert sich Pfeifenberger noch einmal an die jahrelangen, oft schwierigen Verhandlungen. Von den Blockaden zu den ersten Planungen anno 2000 bis zur endgültigen Fertigstellung. Pfeifenberger: "Der lange Weg hat sich gelohnt."

Bis zu 40.000 in Hauptreisezeit
16.000 Autos rollen dort täglich über die Tauernautobahn, in der Hauptreisezeit bis zu 40.000, an speziellen August-Samstagen mehr als 60.000. Seit Ende 2015 zumindest durch die erste Röhre, seit Montag eben komplett im Lärmschutztunnel. "Wir erhöhen die Lebensqualität der Menschen, dieses Projekt ist ein Meilenstein", so Asfinag-Vorstand Alois Schedl, als er mit seinem Geschäftsführer Alexander Walcher sowie Landes-Chef Wilfried Haslauer und Verkehrslandesrat Hans Mayr die grüne Kelle für den Verkehr schwenkte. "Ein Befreiungsschlag für die Gemeinde", betonte Haslauer. Und nicht nur dank ungewohnter Stille, sondern auch dank neuer Flächen auf dem Tunnel als "grüner" Zugewinn weiden künftig vermutlich Kühe mitten auf der Autobahn. Wahrlich doppeltes Glück.

Max Grill, Kronen Zeitung

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