Di, 12. Dezember 2017

Briefbomben entdeckt

21.03.2017 07:25

Griechenland: Acht verdächtige Pakete abgefangen

Nach dem Versand von Paketbomben an das Berliner Finanzministerium und den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Paris hat die griechische Polizei in einem Briefzentrum bei Athen acht weitere verdächtige Pakete abgefangen. Sie seien an "Beamte in europäischen Ländern" sowie an internationale Finanzorganisationen adressiert gewesen, hieß es.

Die Briefbomben seien "von der gleichen Sorte" wie die von vergangener Woche. Sie wurden am Montag im Verteilerzentrum der griechischen Post im Norden Athens entdeckt, unschädlich gemacht und in Labors der Polizei zur weiteren Untersuchung gebracht, hieß es.

In der Poststelle des deutschen Bundesfinanzministeriums in Berlin war am Mittwoch vergangener Woche ein Paket mit einem explosiven Stoff eingegangen. Die Polizei konnte die Sendung unschädlich machen. Am Donnerstag wurde im Pariser IWF-Büro eine Mitarbeiterin an Gesicht und Händen verletzt, als sie eine mit Sprengstoff gefüllte Sendung öffnete.

Linksautonome bekennen sich zu Bomben
Absender war in beiden Fällen mutmaßlich die linksextremistische griechische Gruppierung "Verschwörung der Feuerzellen", die eigentlich schon vor Jahren zerschlagen worden war. Ihr werden Dutzende nicht tödlicher Brand- und Paketbombenanschläge in Griechenland zur Last gelegt.

Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass die Pakete geöffnet werden, hatten die Täter griechische Finanzbeamte und Gelehrte als Absender vorgetäuscht. Das nach Berlin geschickte Paket war an Finanzminister Wolfgang Schäuble gerichtet.

Nach Angaben aus französischen Ermittlerkreisen bestand die Paketbombe in Paris aus zwei Röhrchen Schwarzpulver und einem selbstgebauten Zünder. Wie ein griechischer Polizeivertreter sagte, enthielten die am Montag gefundenen Pakete "einen ähnlichen Mechanismus".

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden