Mo, 23. Oktober 2017

Einheitlicher Schutz

21.03.2017 09:57

Landesweites Rauchverbot für Jugendliche unter 18?

Österreich ist das Land der jungen Raucher - nirgendwo in Europa gibt es so viele junge Nikotin-Inhalierer wie bei uns. Doch damit soll mit einem Verbot unter 18 per Gesetz bald Schluss sein. Erschreckendes Detail vom Institut für höhere Studien (IHS): Acht von zehn Rauchern griffen bereits als Jugendliche regelmäßig zum Glimmstängel.

Wie berichtet, soll vom Bodensee bis zum Neusiedler See das Rauchverbot von 16 auf 18 Jahre angehoben werden. Die jeweils zuständigen Landesräte der Bundesländer treffen sich zum Thema einheitlicher Jugendschutz noch diese Woche in Krems. Obwohl der Jugendschutz Ländersache ist, soll trotzdem eine bundesweite Lösung angestrebt werden.

Altersgrenze-Anhebung verringert Raucherzahl
Ein Blick über den rot-weiß-roten Tellerrand hinaus zeigt, dass die Raucherzahl in der Bevölkerung bei einer Anhebung des Verbots auf 18 Jahre nachhaltig sinkt. In Schweden wurde im Jahr 1997 diese Grenze eingeführt, seitdem gingen die Raucherzahlen im Gesamten nachweislich um satte 30 Prozent zurück.

"Auch die Eltern sind in die Pflicht zu nehmen"
Hierzulande will man vor allem auf Aufklärung statt Strafe setzen. "Die Sanktionen, von Ermahnungen bis hin zu Geldstrafen, soll es in erster Linie für diejenigen geben, die Zigaretten an Jugendliche verkaufen, und selbstverständlich sind auch die Eltern in die Pflicht zu nehmen", betont Wiens Jugendstadtrat Jürgen Czernohorsky (SPÖ). Er will zudem in Schulen weitere Schwerpunkte über "Gefahren des Rauchens" setzen.

Matthias Lassnig, Kronen Zeitung

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