Mi, 13. Dezember 2017

Alpindrama in Tirol

20.03.2017 13:42

Lawine mit 4 Toten: Ermittlungen gegen Bergführer

Nach dem Abgang einer Monsterlawine in der Vorwoche in Tirol - ein rund 700 Meter breites Schneebrett hatte acht Alpinisten mit sich gerissen, vier Schweizer kamen ums Leben - sind nun Ermittlungen gegen den Bergführer der Gruppe eingeleitet worden. Die Staatsanwaltschaft ermittle wegen grob fahrlässiger Tötung, hieß es am Montag.

Die achtköpfige Gruppe aus der Schweiz war gegen Mittag vom Gipfel des Jochgrubenkopfes über den Nordhang abgefahren. Dabei löste sich die Lawine. Die Schneemassen rissen die gesamte Gruppe mit sich, der Bergführer und drei weitere Mitglieder konnten sich allerdings selbst befreien.

Vierter Verschütteter erst nach rund fünf Stunden gefunden
Sämtliche Alpinisten waren gut ausgerüstet und hatten Lawinenverschüttetensuchgeräte bei sich. Allerdings waren die übrigen vier Opfer derart tief zwischen drei und zwölf Metern verschüttet, dass ihre Bergung dementsprechend viel Zeit in Anspruch nahm. Die ersten drei Todesopfer wurden am Nachmittag geborgen, der vierte Verschüttete konnte nach rund fünf Stunden tot aus den Schneemassen geborgen werden.

Laut dem Leiter des Tiroler Lawinenwarndienstes, Rudi Mair, war es auf dem Hang schon mehrmals zu Lawinenunglücken gekommen. Es handle sich um "extrem steiles Gelände". Teilweise sei der Hang bis zu 40 Grad steil. Außerdem sei er nord- und somit schattseitig gelegen. Insgesamt habe es sich daher um "keine gute Tourenwahl gehandelt".

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