Sa, 16. Dezember 2017

Peking greift durch

20.03.2017 13:51

Gesichtserkennung gegen Klopapier-Klau

Im Kampf gegen Toilettenpapier-Diebstahl setzen die Behörden in Chinas Hauptstadt Peking neuerdings auf High-Tech: Wer Klopapier benötigt, muss sich zunächst einer Gesichtserkennung unterziehen.

Die öffentliche Toilette nahe dem Himmelstempel zählt zu den am stärksten frequentierten in Chinas Hauptstadt. Umso wichtiger, dass immer ausreichend Klopapier vorhanden ist. Doch insbesondere ältere Menschen, berichtet der britische "Guardian", hätten zuletzt vermehrt größere Mengen Toilettenpapiers gestohlen.

Ein spezieller Spender soll daher nun Abhilfe schaffen: Wer 60 Zentimeter Klopapier braucht, muss sein Gesicht - frei von irritierenden Hüten oder Brillen - scannen lassen. Um Missbrauch vorzubeugen, müssen Nutzer vor einem neuerlichen Versuch, an Klopapier zu gelangen, neun Minuten warten. Und wer zu oft nach Papier verlangt, wird gleich ganz gesperrt.

Berichten zufolge soll es jedoch bereits zu Funktionsstörungen gekommen sein, wodurch Nutzer über eine Minute auf ihr Toilettenpapier warten mussten - was ziemlich lange sein kann, wenn es mal wirklich dringend ist. Zudem gibt es Bedenken bezüglich des Datenschutzes: "Ich dachte, die Toilette wäre der letzte Ort, an dem ich meine Privatsphäre habe, doch auch dort werde ich beobachtet", zitiert der "Guardian" einen Nutzer des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo.

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