Di, 12. Dezember 2017

Kundenkarten

20.03.2017 09:06

Supermärkte: Rabattzuckerl für emsige Kunden

Die österreichischen Lebensmittelhändler wissen, dass es sechsmal günstiger ist, bestehende Kunden zu binden, als neue anzuwerben - Kundenkarten und Rabattmarken sollen daher die Treue stärken.

Die Nase vorne bei Kundenkarten hat Billa mit 4,1 Millionen Stück. Zusätzlich zu Magazinen und Gewinnspielen gibt es für die Vorteilsclub-Mitglieder jede Woche zwei Warengruppen, die um 25 Prozent reduziert sind. Außerdem sammeln sie Rabatte: Ab 50 Euro Einkauf innerhalb eines Monats gibt es im darauffolgenden Monat zehn Prozent auf einen Einkauf ab 200 Euro 15 Prozent und ab 400 Euro 20 Prozent.

2,8 Millionen Österreicher sind "Friends of Merkur". Anders als bei Billa zählt hier nicht die Höhe des Einkaufes, sondern die Anzahl: ab zwei Einkäufen zehn Prozent, ab vier Einkäufen 15 Prozent Rabatt auf einen Warenkorb im Folgemonat. Zusätzlich sind drei Produktgruppen pro Woche um 25 Prozent reduziert.

Beim dritten Lebensmittelhändler im Rewe-Konzern Penny kommt es auf die Vielfalt an: Ab zehn unterschiedlichen Produkten im Einkaufswagen gibt es mit der Penny Card Rabatt auf das teuerste gekaufte Produkt in der Folgewoche. Bei  24 unterschiedlichen Produkten sind es 24 Prozent (maximal gibt es 35 Prozent.)

Händler wollen Käufer binden. Die profitieren unterschiedlich.
Für jede Kundenkarte muss man Daten preisgeben. Im Normalfall den Namen, oft auch Adresse, Geburtsdatum und E-Mail-Kontakt. "Wir nutzen die Daten nur, um Angebote zu optimieren", sagt Rewe-Sprecher Paul Pöttschacher. Weitergegeben werden die Daten, so der Konzern, nicht.

Wer lieber anonym bleibt, kann mit Sammelpässen sparen. Bei Spar gibt es ähnlich dem Billa-Konzept   Punkte für die Höhe des Einkaufes: ein Sammelpunkt pro zehn Euro. Zehn Punkte (100 Euro) bringen zehn Prozent Nachlass auf einen Einkauf, 20 Punkte 15 Prozent und 30 Punkte 20 Prozent. Der Sammelzeitraum ist begrenzt (in etwa ein Monat), ebenso der Einlösereitraum bei der aktuellen Aktion elf Tage. "Wir möchten alle Kunden gleich behandeln egal, ob mit oder ohne Kundenkarte", sagt Spar-Sprecherin Nicole Berkmann.

Ebenfalls beliebt sind Sammelpässe für Sonderprodukte. Die Arbeiterkammer empfiehlt, vorab zu recherchieren, ob sich das Sammeln preislich überhaupt auszahlt. Bei Hofer und Lidl plant man keine Kundenkarten. Sammelaktionen oder Gewinnspiele gibt es jedoch immer wieder.

Teresa Spari, Kronen Zeitung

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